Tagesarchive: 15. Mai 2014

König Willem-Alexander und Königin Máxima besuchen Münster, Dortmund, Essen und Bedburg-Hau

Handelsbeziehungen sowie die Zusammenarbeit in Bereichen wie erneuerbare Energien, die Kreativwirtschaft, Innovation, Beschäftigung und Bildung stehen im Vordergrund

Die Staatskanzlei teilt mit:

Seine Majestät König Willem-Alexander und Königin Máxima werden am 26. und 27. Mai 2014 im Rahmen eines Arbeitsbesuchs nach Nordrhein-Westfalen kommen. Das Königspaar wird in Nordrhein-Westfalen vom niederländischen Wirtschaftsminister Henk Kamp begleitet.

„Wir freuen uns sehr, dass der neue niederländische König Willem-Alexander und Königin Máxima Nordrhein-Westfalen besuchen. Wir wollen mit unseren guten Nachbarn die hervorragenden Beziehungen weiter festigen und vertiefen“, sagt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Im Mittelpunkt des Besuchs des niederländischen Königspaares stehen die Förderung der gegenseitigen Handelsbeziehungen sowie die Zusammenarbeit in Bereichen wie erneuerbare Energien, die Kreativwirtschaft, Innovation, Beschäftigung und Bildung. Die Niederlande sind der wichtigste Handelspartner. Die meisten Investitionen aus den Niederlanden fließen nach Nordrhein-Westfalen. Über 3.000 niederländische Unternehmen haben hier ihren Sitz mit rund 95.000 Arbeitsplätzen.

Der Besuch des niederländischen Königspaares in Nordrhein-Westfalen beginnt am Montag, 26. Mai 2014, mit einem Abendessen auf Schloss Wilkinghege in Münster. Daran werden sowohl Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als auch ihr Amtskollege Ministerpräsident Stephan Weil aus Niedersachsen teilnehmen, wo das Königspaar zuvor zu Gast ist.

König Willem-Alexander und Königin Máxima werden zusammen mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Dienstag, 27. Mai 2014 Münster, Dortmund, Essen und das Schloss Moyland in Bedburg-Hau (Kreis Kleve) besuchen.

Erste Station des Besuchstages wird das Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münster sein, das im Haus der Niederlande untergebracht ist und in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Zu den Zielen des Zentrums gehört, das Wissen über die Niederlande und Flandern in Deutschland zu erhöhen und das gegenseitige Verständnis zu vertiefen.

Nach der Begrüßung durch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles und Zentrums-Direktor Prof. Dr. Friso Wielenga wird das Königspaar mit Studierenden über verschiedene Themen wie beispielsweise das deutsch-niederländische Verhältnis und die Rolle der beiden Länder in der Europäischen Union diskutieren. “Dieser Besuch ist für eine große Ehre”, betonte Friso Wielenga. “Besonders glücklich sind wir darüber, dass dieser Besuch im 25. Jahr des Bestehens des Zentrums für Niederlande-Studien stattfindet.”

Willem-Alexander wurde am 30. April 2013 als Nachfolger seiner Mutter Beatrix als König der Niederlande inthronisiert. Als Kronprinz war er bereits mehrfach zu Gast in Münster, für seine Ehefrau Máxima ist es der erste Besuch in Münster.

Das in Deutschland einzigartige Zentrum für Niederlande-Studien wurde 1989 gegründet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen mit ihrer Arbeit zu einem tieferen Verständnis des niederländischsprachigen Gebiets in Europa beitragen und die Beziehungen zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden fördern. Im Rahmen seiner Aktivitäten arbeitet das ZNS mit verschiedenen universitären und außeruniversitären Partnern in den Niederlanden, Flandern und Deutschland zusammen – besonders enge Beziehungen bestehen zur niederländischen Partneruniversität in Nijmegen.

Im Haus der Niederlande sind neben dem Zentrum für Niederlande-Studien auch das Institut für Niederländische Philologie und eine Bibliothek mit der umfangreichsten Sammlung von Publikationen über den niederländischen Kulturkreis im deutschsprachigen Raum untergebracht.

In Dortmund besucht das Königspaar anschließend das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML). Dort werden Beispiele für das sogenannte Internet der Dinge vorgeführt. Etwa Verpackungen und Behälter, die mit einem Chip ausgestattet den Zielort selbständig finden, ohne dass der Mensch noch eingreifen muss. Im Anschluss wohnen König und Königin sowie die Ministerpräsidentin der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) zwischen Dinalog, einem niederländischen öffentlich-privaten Spitzeninstitut für Logistikforschung, und dem EffizienzCluster LogistikRuhr bei. Gegenstand dieser Absichtserklärung sind unter anderem der Wissensaustausch und die gemeinsame Teilnahme am EU-Forschungsprogramm „Horizont 2020“.

In Essen informiert sich dann das Königspaar bei einem Besuch des Unternehmens MMID über Initiativen für eine intensivere nordrhein-westfälisch-niederländische Zusammenarbeit in der Kreativwirtschaft. MMID ist ein Produktentwicklungsbüro aus Delft mit Niederlassungen in Essen und Ulm. Den Abschluss des Besuchs in Essen bildet ein Zusammentreffen zwischen dem Königspaar, der Ministerpräsidentin und Vertretern aus der Kreativwirtschaft. Dabei wird es um Interaktion und Servicedesign, die Zukunft der Mode (eine Kooperation zwischen zwei niederländischen und zwei deutschen Hochschulen) sowie Serious Games und Audiobranding gehen.

Den Schlusspunkt des Aufenthalts in Nordrhein-Westfalen bildet die Teilnahme an einer nordrhein-westfälisch-niederländischen Unternehmerkonferenz, auf der es um die Verbesserung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs sowie um die bessere Vernetzung kleiner und mittlerer Unternehmen des produzierenden Gewerbes geht. Auf dem Programm stehen unter anderem Workshops zu den Themen Industrie 4.0 und Fachkräftesicherung. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Unternehmerverbandsgruppe Duisburg, Unternehmerschaft Niederrhein sowie von dem Metallverband Koninklijke Metaalunie, dem Verband der Technologieindustrie FME und dem Verband des produzierenden Gewerbes in den Ostniederlanden VMO. Das Königspaar und die Ministerpräsidentin werden zu einem Informationsaustausch mit niederländischen und nordrhein-westfälischen Unternehmern zusammentreffen.

 

 

 

 

Pyros – Wenn ein Leben auf dem Spiel steht

Gefährliche Pyros. (C) by André Auf der Landwehr Münster Journal

Vorfälle in Duisburg haben schon einmal die Veranstaltungswelt verändert. Dabei sind Pyros leider viel zu oft auch in unseren Regionen in Gebrauch. Wieder einmal ein Preußenspiel und glücklicherweise mussten nur zwei Kinder mit massiven Schocks ärztlich behandelt werden. Glücklicherweise? Auch … weiterlesen