Viele Unfalltote in Schockvideo

Viele Unfalltote in Schockvideo

Die mit dem Führerschein erlangte Freiheit und Mobilität verleitet schnell zu einem risikoreichen Fahrstil.
Die Polizei Münster hat aus diesem Grund zusammen mit dem Universitätsklinikum Münster ein lokales Präventionskonzept entwickelt. Ziel des neuen Projektes ist es, die Zahl der folgenschweren Verkehrsunfälle zu senken.

An diesem Vormittag wurde mit eindrucksvollen Beispielen über die Gefahren im Straßenverkehr aufgeklärt. Auf dem Außengelände der Unfallchirurgie, sowie später im hauseigenen Hörsaal des UKM, konnten die jungen Erwachsenen des Paulinum Gymnasiums Münster die einzelnen Schritte der Polizei und der Rettungskräfte vom Notruf, der Verkehrsunfallaufnahme und der Reanimation der Verletzten vor Ort bis zur Versorgung im Krankenhaus miterleben.

Hintergrund: Junge Menschen der Altersgruppe 18-24 Jahre sind überproportional an schweren Verkehrsunfällen beteiligt und dabei stellt diese Gruppe nur etwa acht Prozent der Bevölkerung dar. Die Gefahr, in dieser Altersgruppe bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet zu werden, ist um ein Vielfaches größer als für alle anderen Altersgruppen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von mangelnder Fahrpraxis, über nicht vorhandenes Risikobewusstsein bis hin zur Selbstüberschätzung.

 

Keine leichte Kost

Die Veranstaltung war sicherlich keine leichte Kost für die Schülerinnen und Schüler des Paulinums, aber tödliche Verkehrsunfälle sind das auch nicht und so konnten sich die Teilnehmer(innen) von einem Motorradfahrer zeigen lassen, was es bedeutet sein Bein nach einem Unfall verloren zu haben. Auch die eindrucksvolle Geschichte eines anderen Mannes, der seinen besten Freund durch einen Unfall verlor und die Trauer der Hinterbliebenen so realitätsnah schilderte, dass es den Zuhörer(innen) im medizinischen Hörsaal der UKM, unter die Haut ging.
Unter die Haut ging auch das australische Schockvideo mit der Musik „Everybody Hurts“ von REM. Hier lernen die jungen Erwachsenen verschiedene Charaktere kennen, die auf einer Geburtstagsfeier und später an anderen Orten trinken, kiffen, sich Pillen einwerfen und danach am Straßenverkehr teilnehmen.

Drastische Folgen sind das Ergebnis und wer mag kann sich das Schockvideo hier anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=Z2mf8DtWWd8

 

 

 Die stützende Dienstmütze

Danach erzählt Udo Weiß,Leiter der Direktion Verkehr von der Dienstmütze, die Die stützende Dienstmütze Münster Journalmanchmal für viele Uniformierte als Halt dient. „Auch wir brauchen manchmal etwas, um uns festzuhalten, wenn wir sehr traurige Nachrichten überbringen müssen. So wie vor Jahren, als ich noch als Dienstgruppenleiter kurz vor dem Weihnachtsabend, vier Familien den Tod ihrer Kinder erklärte.

Da stehen sie dann neben teilweise halbfertig geschmückten Weihnachtsbäumen und vor den Angehörigen der Unfallopfer, die gar nicht fassen können, was gerade gesagt wurde. Und dieses Leid, diese Trauer und natürlich auch unser Mitgefühl, nehmen wir dann zum Dienstschluss mit nach Hause – Versuchen sie dann mal mit ihrer Familie einen normales Weihnachtsfest zu verbringen….“

Und mit diesen eindringlichen Worten endete die Veranstaltung für die Schülerinnen und Schüler des Paulinums.
Die Polizei Münster arbeitet erfolgreich mit Bewusstseinsschärfung auf höchst emotionaler Ebene zum Schutz aller Bürger.

Fakt ist – Jeder Unfalltote ist einer zu viel.

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