Primus mit Partnern unterzeichnen Kooperationsvertrag

Nach den Sommerferien startet Primus mit einer  ersten und einer fünften Klasse in sein erstes Schuljahr. Alle Kinder werden an dieser neuen Modellschule ihrer Entwicklung entsprechend  bis zur zehnten Klasse gemeinsam unterrichtet. Die Kooperationsvereinbarungen für die Schülerinnen und Schüler, die später einmal das Abitur oder eine berufliche Ausbildung anstreben, sind aber bereits unter Dach und Fach.

Landesweit beteiligen sich fünf Schulen an diesem Modellversuch, der keinen Wechsel nach der vierten Klasse kennt und zu allen Abschlüssen der Sekundarstufe I führt. Wer danach die Allgemeine Hochschulreife am Gymnasium oder am Berufskolleg oder eine berufliche Ausbildung machen möchte oder einen weiteren Abschluss am Berufskolleg anstrebt, kann sicher sein, am Geschwister-Scholl-Gymnasium oder am Anne-Frank-Berufskolleg aufgenommen zu werden. Beide  Schulen haben ihre Zusammenarbeit mit Primus offiziell in einem Kontrakt mit der Stadt Münster besiegelt.

„Die Vereinbarung ist mehr als eine bloße Aufnahmegarantie in die Sekundarstufe II“, erklärt Klaus Ehling. Es werde schulübergreifende Hospitationen geben, einen regelmäßigen Austausch über Schulprogramme, kündigt der Leiter des Amtes für Schule und Weiterbildung an. „Auch gemeinsame Projekte oder Angebote außerhalb des Klassenzimmers werden der Primus-Schülerschaft ein breites Spektrum schulischer und beruflicher Perspektiven eröffnen“, so Klaus Ehling.

Als „Glücksfall“ sieht der kommissarische Leiter der Primus-Schule seine künftigen Partner.  „Wir freuen uns über die Bereitschaft der beiden Schulen  mit uns zusammenzuarbeiten“, dankt Dr. Reinhard Stähling den Kollegien und der Elternschaft. Zum Sommer  2020 verlässt der erste Jahrgang Primus. „Wir werden in den nächsten Jahren in enger Abstimmung gute und individuelle Übergange für unsere Zehntklässler  vorbereiten.“ Hierbei kann auf das gut ausgebaute Informations- und Beratungsangebot des Anne-Frank-Berufskollegs zurückgegriffen werden.

Primus setzt auf Bildungsbiografien ohne Brüche. Unter wissenschaftlicher Begleitung soll erprobt werden, ob längeres gemeinsames Lernen – auch mit inklusiven Unterrichtsmodellen – Chancengerechtigkeit erhöht und  bessere Abschlüsse  erreicht werden können. Karin Kietzmann, Leiterin des Anne-Frank-Berufskollegs: „Unseren Ausbildungsgängen kommt der pädagogische Schwerpunkt der Primus-Schule sehr entgegen.“

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium führt als einziges Gymnasium in Münster nicht nach acht, sondern erst nach neun Schuljahren zum Abitur. Schulleiter Wilhelm Breitenbach zieht zur  Modellschule eine Parallele: „Unsere Sekundarstufe I  umfasst ebenso sechs Schuljahre wie Primus. Das erleichtert die Abstimmung und die Eingewöhnung in die Sekundarstufe II.“

Foto: Wilhelm Breitenbach, Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Dr. Reinhard Stähling, kommissarischer Leiter der Primus-Schule, Karin Kietzmann, Leiterin des Anne-Frank-Berufskollegs und Klaus Ehling, Leiter des städtischen Amtes für Schule und Weiterbildung, (v.l.) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarungen zur Sekundarstufe II. Foto:

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