Viel Lob für OB Lewe – Der Tag nach dem Regen

Alle verfügbaren Kräfte der Stadtverwaltung sind in der Stadt unterwegs um sich einen Überblick über die Schäden nach dem Gewitter mit Starkregen am Montagabend (28. Juli) und in der Nacht zum Dienstag zu verschaffen.

Auch für Oberbürgermeister Markus Lewe bestand der gestrige Tag aus Aufklärungsarbeit. Nachdem in der Nacht und am Vormittag der Krisenstab der Stadt Münster, die wichtigsten Schäden zusammengefasst hatte um schnelle Hilfe zu koordinieren, begab sich der OB für den restlichen Tag zu vielen Opfern des Unwetters.

Viele traurige Schicksale fanden sich in hunderten von Häusern und Grundstücken. In vielen Bürgergesprächen, wurde die Not und das Leid der Geschädigten, registriert und so kann Markus Lewe in den nächsten Tagen mit seinen eigenen Eindrücken viel besser auf Geschehnisse einwirken, als wenn alles nur vom Schreibtisch bearbeitet werden würde.

“Auch wenn die zentrale Infrastruktur läuft, sind die Schäden beträchtlich. Bis alle beseitigt sind, braucht es Geduld und weiterhin ein tatkräftiges Miteinander”, bittet Lewe um Verständnis.
Bei jedem Bürgergespräch wurde von den Münsteranern an erster Stelle die Hilfe der Feuerwehren und Rettungsdienste gelobt und geschätzt, aber auch der OB bekam Lob für seine Handlungen.

“Die Helden der Straße sind mir schon in der Sturmnacht begegnet. Die Nachbarschaftshilfe in Münster ist überwältigend”, freut sich Oberbürgermeister Markus Lewe über das Engagement der Menschen im schlimmsten Starkregen, den Münster bisher erlebt hat. “Mein Dank gilt natürlich auch allen professionellen und ehrenamtlichen Einsatzkräften, sie haben wirklich alles gegeben.”

Am Aasee und Aaseitenweg ist es nach dem Regen zu erheblichen Unterspülungen gekommen. Hier gilt “Vorsicht beim Betreten!” Der Aasee ist randvoll, der Pegelstand der Aa von Montag 15 Uhr bis Dienstag 14 Uhr von 20 Zentimeter auf 2,50 Meter angestiegen – macht im Schnitt 20 Zentimeter pro Stunde. Am Dienstagnachmittag stagniert der Pegelstand oder beginnt ganz leicht zu fallen.

An der Himmelreichallee sind vier Platanen gefällt worden, bei vier weiteren wird noch überprüft, ob ein Erhalt durch Rückschnitt erreicht werden kann.

In der Promenade müssen im Bereich zwischen der Ludgeristraße und dem “Hals” zehn Bäume gefällt werden; dieser Abschnitt bleibt bis voraussichtlich Mittwochabend gesperrt. Im Bereich “Am Stadtgraben” bis zum Hallenbad Mitte sind drei Linden betroffen, auch dieser Bereich bleibt zunächst gesperrt.

Im Abschnitt vor dem Schloss sind Bürgerbäume betroffen: hier hat der Wind die Kronen der Bäume herausgedreht. Das Grünflächenamt hofft, die Bäume mit Pflegemaßnahmen zu erhalten. Die AWM versuchen, die ganze Promenade möglichst bald zu reinigen.

Der Werse-Wanderweg im Stadtgebiet ist überschwemmt. Auch hier gilt: Bitte die Absperrungen beachten.

In Gievenbeck gibt es nur kleine Baumschäden. Die Schäden auf der Sportanlage Sentruper Höhe sind bereits beseitigt.

In den Wäldern besteht noch kein detaillierter Überblick über die Schäden. Auch hier sind zahlreiche Wege unterspült. Darum sollten die Wälder erst einmal gemieden werden.

Gewässer

Bei Meldungen von ölhaltigen Bestandteilen im Wasser etwa von vollgelaufenen Kellern berät ein Fachmann der unteren Wasserbehörde, der in der Leitzentrale der Feuerwehr in Bereitschaft ist.

An allen Gewässern ist besondere Vorsicht in den Böschungsbereichen geboten, da nicht einsehbare Unterspülungen zu unvorhergesehenen Abbrüchen führen können.

Friedhöfe

Auf den Friedhöfen sind durch die Wassermengen viele Wege und Gräber eingesunken. Angehörige werden gebeten, die Gräber in den nächsten Tagen zu kontrollieren und zu Schäden beheben. – Beerdigungen finden statt.

Straßen

Eine abschließende Erfassung der Schadstellen in den Straßen kann erst in den nächsten Tagen erfolgen fasst das Tiefbauamt zusammen. Im Folgenden die Bereiche mit so starken Schäden, dass am Dienstagnachmittag Teil- oder Vollsperrungen eingerichtet worden sind:

Sudmühlenstraße: Vollsperrung von Dykburgstraße bis Schifffahrter Damm; halbseitige Sperrung im Bereich der Wersebrücke.

Dyckburgstraße: Im Bereich Wersebeckmannweg ist der Radweg gesperrt, die Fahrbahn wird regelmäßig kontrolliert, eine Sperrung kann folgen.

Am Kappenberger Damm ist die Unterführung voll gesperrt; ebenso die Thierstraße, sie steht unter Wasser.

Am Max-Klemens-Kanal zwischen Grevener Straße und Bahn ist die Fahrbahn halbseitig unterspült. An der Kanalstraße zwischen Ring und Nevinghoff drückt laut Tiefbauamt noch Wasser aus der Kanalisation.

Die Sentruper Straße droht in Höhe der Aa zwischen Zoo und Dingbänger Weg zu unterspülen, die Brücke kann überspült zu werden.

Bei den Straßenbrücken gibt es bislang keine gravierenden Beeinträchtigungen, jedoch bei einer Vielzahl von Fußgänger- und Radwegebrücken, besonders auf den Nebenstrecken wie Wirtschaft- und Wanderwegen, muss mit Beeinträchtigungen gerechnet werden. Darum werden die Verkehrsteilnehmer gebeten mit erhöhter Aufmerksamkeit zu fahren, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass plötzlich Absackungen auftreten. “Dies gilt auch für Bereiche, wo kein Wasser mehr auf den angrenzenden Grundstücken zu sehen ist, da die Straßenkörper vielfach noch wie ein Schwamm voll mit Wasser sind und dies nur langsam abgeben”, erläuterter Alexander Buttgereit vom Tiefbauamt.

Jobcenter Nord

Die Außenstelle des Jobcenter Nord bleibt am Mittwoch, 30. Juli, noch geschlossen. Im Stadthaus 2 ist ein Notdienst für die Kundinnen und Kunden aus Nord eingerichtet, die mit ihren Anliegen Hilfe benötigen.

Führungen im Zwinger fallen aus

Die Themenführung “Der Zwinger als Kunstwerk” am 3. August um 11 Uhr sowie alle weiteren Führungen durch den Zwinger fallen aus Sicherheitsgründen und wegen “bautechnischer Maßnahmen” nach dem Unwetter leider aus, vermeldet das Stadtmuseum. Der Zwinger bleibt für den Rest des Jahres geschlossen.

UPDATE: Münster & Greven

Sondereinsätze der Sperrgutabfuhr
Unwetterfolgen: AWM fahren Bezirke schrittweise nach / Bis 8. August Sperrgut kostenfrei am Entsorgungszentrum und am Recyclinghof Eulerstraße abgeben

In Folge des Unwetters vom 28. Juli werden die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster ihre Kapazitäten in der Sperrgutabfuhr deutlich erhöhen und über die regulären Arbeitstage bis auf den kommenden Samstag ausdehnen. Dafür werden Mitarbeitende aus der Straßenreinigung abgezogen.

Da besonders Coerde, Handorf und Kinderhaus mit massiven Folgen des Unwetters zu kämpfen haben, startete die AWM in diesen drei Stadtteilen mit der Sperrgutabfuhr am Mittwoch, heute am 30. Juli.

Schrittweise folgen dann die weiteren Bezirke. “Welche das am Folgetag sind, können wir leider erst am Vortag auf unserer Homepage veröffentlichen, da wir tagesaktuell nach Dringlichkeit planen müssen”, erklärt AWM-Sprecherin Manuela Feldkamp. “Wir können absolut nicht einschätzen, welche Mengen an Sperrgut uns erwarten.”

Bürgerinnen und Bürger werden deshalb gebeten, sich täglich über den aktuellen Stand auf den Internetseiten oder über den Kundenservice der AWM, Tel. 0251 60 52 53, zu informieren. Auf keinen Fall darf Sperrgut einfach an die Straße gestellt werden, wenn die Abfuhr der entsprechenden Bezirke nicht vorab durch die AWM angekündigt wurde. Dieses kann bei weiteren Starkregenfällen, die erneut angekündigt sind, weggeschwemmt und zu gefährlichen Verkehrshindernissen werden.

Vom Unwetter betroffene Münsteranerinnen und Münsteraner haben bis zum 8. August die Möglichkeit, ihr Sperrgut kostenfrei an den täglich geöffneten Recyclinghöfen an der Eulerstraße und am Entsorgungszentrum in Coerde (Deponie) abzugeben. “Wegen der höheren Aufnahmekapazitäten am Entsorgungszentrum sollten Bürger nach Möglichkeit allerdings diesen Recyclinghof nutzen“, empfiehlt Feldkamp. Öffnungszeiten der Recyclinghöfe am Entsorgungszentrum (Zum Heidehof 80) und Eulerstraße: Mo – Fr 8.30 – 19 Uhr, Sa 9.30 – 19 Uhr.

Auch in Greven stellt sich die Frage – Wohin mit dem Sperrmüll nach dem Hochwasser?

Durch das Hochwasser ist bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Sperrmüll angefallen. Die Stadt hat auf dem Gelände der Technischen Betriebe an der Saerbecker Straße und auf dem Marktplatz in Reckenfeld bereits Container aufgestellt. Der Bauhof hat seine Öffnungszeiten zur Annahme des Sperrguts erweitert: er ist täglich bis einschließlich Samstag auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet. Die Nutzung der Container ist kostenlos. Sofern es eben möglich ist, sollten die Bürger die Container für die Entsorgung ihres Sperrmülls nutzen.

Sollte die Entsorgung über die Container nicht möglich sein, kann das Sperrgut auch an die Straße gestellt werden. Dabei soll bitte darauf geachet werden, dass die Gehwege nicht blockiert werden.

Es werden zusätzliche Sperrmülltermine angeboten:

Abfallbezirke 1,2 und 3: Samstag, 2. August Abfallbezirk 4: Freitag, 1. August (regulärer Sperrmülltermin) Abfallbezirk 5 (Reckenfeld): regulärer Abfuhrtermin am 15.08.; in der kommenden Woche wird dort punktuell Sperrmüll vorab eingesammelt Bezirke 6, 7, 8: hier ist kein Sondertermin geplant. Bürger, die dort große Probleme haben, setzen sich bitte mit dem TBG in Verbindung (Hr. Gringel, Tel. 02571 809 124)

Bitte beachten: Bitte stellen Sie für die Sondersammlungen nur sperrige Dinge wie Möbel, Matratzen u.ä. an die Straße. Müllsäcke, Elektrogeräte  und Schadstoffe wie Farben, Lacke oder Öl gehören nicht zum Sperrmüll. Elektro-Kleingeräte können über die Wertstoffcontainer entsorgt werden. Große Geräte nimmt das Entsorgungszentrum Lohmann, Gutenbergstraße 7, 48282 Emsdetten entgegen. Das Schadstoffmobil ist am 29. August wieder in Greven unterwegs.

Bei der Bahn gibt es vermutlich bis einschl. Samstag aufgrund einer Stellwerkstörung in Greven zu folgenden Einschränkungen im Nahverkehr:
Die Züge der Linie RE 7: Rhein-Münsterland-Express (Rheine – Münster – Hamm – Hagen – Wuppertal – Solingen – Köln – Neuss – Krefeld) fallen zwischen Rheine und Münster aus. Ebenso die Züge der Linie RE 15.
Die Züge der Linie RB 68: Emsauen-Bahn (Münster – Greven – Emsdetten – Rheine) fallen komplett aus.
Ein Busnotverkehr ist zwischen Münster und Rheine eingerichtet.

 

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