20 Fassadenpreis-Gewinner geehrt

Wo wird Farbgestaltung architektonisch und eben nicht nur dekorativ eingesetzt? Nach solchen Objekten sucht die Jury des von Brillux ausgelobten Fassadenpreises.

Im aktuellen Wettbewerbsjahr 2014 wurde sie gleich 20 Mal unter fast 400 Einreichungen fündig. Die Preisträger aus ganz Deutschland und Österreich feierten ihren Wettbewerbserfolg gestern am 10. September 2014 auf Gut Havichhorst in Münster. Auch drei Bauten aus Nordrhein-Westfalen haben es unter die Besten der Besten geschafft.

Michael Thompson, Mitglied der Geschäftsleitung von Brillux, überreichte im 125. Jubiläumsjahr des Münsteraner Unternehmens im festlichen Rahmen von Gut Havichhorst die Auszeichnungen, die als „Fassaden-Oskar“ in der Baubranche renommiert und bekannt ist.

Die unabhängige Jury des Wettbewerbs belohnt diejenigen Handwerker und Planer, deren Fassadenentwürfe Farbe im Dialog mit der Architektur und dem Stadtbild einsetzen – und damit den Gebäudenutzern und der gesamten Öffentlichkeit eine Verbesserung ihres Lebensumfelds bieten. Welche Qualitäten solche Gebäude in Stadtzentren, Wohn- oder Gewerbegebieten entfalten, lässt sich hautnah in Nordrhein-Westfalen erleben: Drei der 20 Deutschen Fassadenpreise 2014 gingen nach Bottrop, Bielefeld und Recklinghausen.

Prämierungen für zwei historische Gebäude und eine Gewerbeimmobilie aus der Region

Ein Haus mit guter Außenwirkung ist nicht nur schön, sondern kann beste Werbung sein – zumal, wenn das Haus ein Unternehmen repräsentiert: Das hat das neu gebaute Verwaltungsgebäude der Bottroper Entsorgung und Stadtreinigung (BEST) mehr als verinnerlicht. Eine intensive und dabei ausgewogene Farb- und Materialsprache bringt dem mit dem 1. Preis in der Kategorie Industrie- und Gewerbebauten ausgezeichneten Objekt einen großartigen Wiedererkennungswert ein: Die Fassade zeigt einen virtuosen Einsatz von lichtem Grün und Grau, von Beschriftungen und Akzenten. Der Baudienstleister Hetzel Gruppe (Essen) und die Planer der Stadt Bochum nahmen für die hervorragende Idee und Ausführung die höchste Auszeichnung des Deutschen Fassadenpreises 2014 entgegen.

Aschenputtel und Schönheiten im Dornröschenschlaf erzählen ihre Verwandlungs- und Wiedererweckungsgeschichten nicht nur im Märchen, sondern auch beim Deutschen Fassadenpreis. Besonders spannend fallen diese Erzählungen in der Kategorie Historische Gebäude und Stilfassaden aus. In 2014 vergaben die Juroren zwei der vier Preise in dieser Kategorie nach Nordrhein-Westfalen.

Die Fassade einer Bielefelder Altbauvilla, die durch ihre Klarheit besticht, erhielt durch ihre kluge Farbneufassung noch mehr Ausdruckskraft. Die Stimmigkeit der Farbpalette, das Gespür für Akzentuierungen und der Blick für das Gesamtbild führten zu einem bewundernswerten Ergebnis. Die Preisrichter vergaben dafür einstimmig den 1. Preis in diesem Wettbewerbsfeld – ein großes Lob an Idee und Ausführung für den Malerbetrieb Nattkemper & Brummel und das Büro brewittarchitektur, beide aus Bielefeld.

Der 3. Preis in der Kategorie Historische Gebäude und Stilfassaden weist lobend auf die noble und viel freundlichere Wirkung hin, die das ehemals düster dunkelgraue Hittorf-Gymnasium in Recklinghausen durch seine Fassadenneugestaltung erfahren hat. Das in der Denkmalliste eingetragene, neobarocke Gebäude von 1908 präsentiert sich jetzt in einem hellen Grauton für die Fassadenflächen und in Weiß für Gliederungen und Ornamente. Die Preisträger dieser Auszeichnung sind der Malerbetrieb Pocholeck aus Recklinghausen und die Bauherrin, die Stadt Recklinghausen.

2015 geht der Wettbewerb in die nächste Runde

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für den Deutschen und Österreichischen Fassadenpreis 2015. Gesucht werden dann die Gestaltungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die mit Gespür für Architektur und Farbe, für Ästhetik und Funktion im Baujahr 2014 vollendet worden sind. Ab Februar 2015 gibt es die Teilnahmeunterlagen bei Brillux.

 

Sie können per Fax an +49 (0)251 7188-439 oder per E-Mail unter info@fassadenpreis.de angefordert werden.

Alle Informationen zu Jurykriterien und Teilnahmebedingungen gibt es online unter www.fassadenpreis.de

Archiviert sind dort auch alle Preisträgerobjekte der letzten 15 Jahre in Fotostrecken und mit vielen Hintergrundinformationen.

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