Lublin und York interessiert an EU-Radprojekt der Partnerstädte

York und Lublin sind an einem gemeinsamen europäischen Radverkehrs-Projekt mit Münster interessiert. Das bekräftigten Fachleute aus den Planungsämtern der Partnerstädte bei einem Besuch in Münster. Denkbar ist eine gemeinsame Bewerbung der Städte für das EU-Projekt “Bike the track” (Radel den Weg). Münster beteiligt sich bereits an diesem Projekt, das aktuell in sechs europäischen Ländern läuft. Im März 2015 läuft die Förderperiode für Münster aus, so dass sich die Partnerstädte um ein gemeinsames Nachfolgeprojekt bewerben könnten.

“Bike the track” soll den Stellenwert des Fahrrads in der Freizeitgestaltung von Familien stärken. In Münster liegt die Projekt-Federführung beim Büro Internationales des Amtes für Bürger- und Ratsservice und im Stadtplanungsamt. Ein europäisches Projekt könnte die Partnerstädte bei drei Zielen unterstützen: Radverkehr fördern; partnerschaftliche Beziehungen ausbauen; sich – finanziert von der EU – mit Radverkehrsexperten aus Europa austauschen.

Lublin engagiert sich zurzeit intensiv für den Radverkehr, berichtete Michal Przepiorka aus dem dortigen Planungsamt. Die Stadt baut Radwege, schafft Sonderregelungen für Radler, wirbt in Mitmachaktionen für das stadtgerechte, familienfreundliche und gesundheitsfördernde Verkehrsmittel. Dagegen ist in York der Radverkehr eher rückläufig, so sein Kollege Andy Vose. “Beispielsweise können wir von Münster abschauen, wie Radfahrer mit Hilfe von Markierungen sicher über Kreuzungen geführt werden”, stellte er bei einer Exkursion durch die Innenstadt fest. Dass die beiden Verkehrsplaner selbst aber durchaus sattelfest sind, bewiesen sie nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson beim Rad-Aktionstag auf der Stubengasse beim Slow-Biking-Contest.

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Die Verkehrsplaner Daniel Gorbazcuk (Lublin; von links), Andy Vose (York) und Michal Przepiorka (Lublin) stellten ihr Radfahr-Können unter Beweis. – Foto: Stadt Münster.

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