Ergebnis der Obduktion des toten Elefantenkalbs im Allwetterzoo Münste

Es war die erste Elefantengeburt nach 16 Jahren und die zweite erwartete Geburt überhaupt im Allwetterzoo Münster. Doch als am 7. Januar 2015 das Kalb zur Welt kam, war es leider tot. Um die Todesursache festzustellen, wurde das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin mit der Obduktion beauftragt.

Zoodirektor Jörg Adler liegen nun die Ergebnisse vor:

“Die bisherigen Ergebnisse der intensiven Obduktion des neugeborenen Elefanten im IZW in Berlin haben zumindest ein verwertbares Ergebnis: es lag keine Infektion mit dem gefürchteten Elefantenherpesvirus vor. Im Herpes-positiven Fall hätten wir überlegen müssen, ob eine weitere Zucht mit dieser Elefantenkuh noch sinnvoll ist. Allerdings haben wir leider auch keine Befunde, die uns zumindest einen Hinweis geben könnten, warum das Jungtier nicht gelebt hat. So bleiben nur Vermutungen (zu lange Austreibungsphase, ungünstige Lage des Kalbes u.a.), die aber reine Spekulation sind”, erklärte Adler und er fügte hinzu, “Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis, dass die Natur nicht berechenbar ist, nicht im Lebensraum der Elefanten und auch nicht im Zoo. Und dass ich in meiner Amtszeit nicht mehr erleben werde, wie ein kleiner Elefant mit seiner Mutter durch den Elefanten-Park tobt. Aber ein Nachfolger soll ja auch eine besondere Freude im Allwetterzoo haben. ”