Drachentanz, Kirschblüten und ganz viel Glück – Eines der farbenfrohesten Feste in Münster (Bilderstrecke)

Münster ist bekannt für ein mehr als ausgewogenes Angebot kultureller Veranstaltungen. Was viele Bürgerinnen und Bürger noch nicht wissen, in einem Teil von Münster wird das Neujahrsfest gleich zweimal gefeiert. Einmal am 31.12., eines jeden Jahres und dann feiert die buddhistische Pagode zum Anfang des Mondkalenders ihr Neujahrsfest.

Der Mondkalender ist ein am Lauf des Mondes orientierter Kalender, der für Buddhisten mit dem Neujahrsfest beginnt. Die Phuong Quang Gemeinde versammelt sich an diesem drei Tage dauernden Fest, in der Pagode an den Loddenbüschen 25, in Münster.

Allein der Besuch dieser Einrichtung versetzt die herbeiströmenden Menschen in eine andere Welt. Im Inneren der Räumlichkeiten gibt es eine Vielzahl sehenswerter buddhistischer Altare und Dekorationen. Auch der Außenbereich ist mit einem künstlich angelegten Teich und vielen weiteren Highlights ein Ort der inneren Ruhe und Gelassenheit.
Zum diesjährigen Höhepunkt der Festtage, lud Abt Thich Minh Thong auch Vertreter der Stadt ein.

Oberbürgermeister Markus Lewe, der in Begleitung seiner Frau Maria zu den Abschlussfeierlichkeiten in der Pagode eintraf, war vom ersten Moment an von der freundlichen Art des Empfangs verzaubert. Auch CDU-Ratsmitglied Richard-Michael Halberstadt hatte den ersten Besuch am Sonntagvormittag in diesen Räumen so sehr genossen, dass er am Nachmittag gleich den stellvertretenden Leiter des Integrationsrates, Sisir Gupta, mitbrachte.
Die Ehrengäste wurden am späten Nachmittag mit dem Drachentanz begrüßt, der einen der Höhepunkte des Neujahrsfestes einläutet. Danach wurde den Gästen bei einer Führung durch die Pagode persönliche Glücksbringer übergeben. Auf Wunsch des Abtes übten die Ehrengäste danach ein ganz besonderes Ritual aus. Sie durften die große Glocke zum läuten bringen und ihre Sorgen damit vertreiben. Pro Schlag gibt es eine Sorge weniger heißt es im Buddhismus.
Die riesige Tempelglocke wird regulär zum Neujahrsfest 108 Mal geschlagen. Buddhisten glauben, dass die Menschen 108 Sorgen haben. Damit diese, oft quälenden und belästigenden Sorgen beseitigt werden, schlagen die Mönche in den Tempelanlagen mit großen Holzpfählen auf die Glocke und bringen sie so zum erklingen.
Auch alle anderen Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit durch das Läuten einer kleinen Glocke auf dem Pagodengelände ihre persönlichen Sorgen zu vertreiben.
Eine weitere Ehre wurde den begeisterten Gästen zuteil, in den Privatgemächern des Abtes nahmen sie an der großen Teezeremonie teil. Zum Abschluss durften die Abgesandten der Stadt das Neujahrsfeuerwerk zünden und so nahmen die Feierlichkeiten zum Abend ihr Ende.
Dieses Fest sollten alle Münsteranerinnen und Münsteraner kennen lernen“, sagt Familie Lewe am gestrigen Sonntag.
Wer beim Neujahrsfest im kommenden Jahr mitfeiern oder bei anderen Gelegenheiten der Pagode einen Besuch abstatten möchte, ist stets gern „An den Loddenbüschen 25, in Münster“, gesehen. Sonntags ab 15.00 Uhr sind Gäste ebenfalls gern gesehen und können so einen tiefen Einblick in die Lebensweise und den Ablauf in der Pagode bekommen. Erstklassige Gespräche, Tee und vegetarisches Essen inbegriffen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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