Münster stellt in Rekordzeit Notunterkunft zur Verfügung

IMG_20150221_134245Schnell, zügig und unbürokratisch wurde am Samstag die neue Notunterkunft in der alten Wartburg-Hauptschule fertiggestellt. Hand in Hand hat die Stadt mit den beteiligten Hilfsorganisationen die Notunterkunft innerhalb von 74 Stunden eingerichtet. Dieses wurde nötig, da das Aufnahmelager in Dortmund völlig überlaufen ist.
Einen Tag nach dem Anruf aus Dortmund setzte sich ein Krisenstab unter der Leitung von Wolfgang Heuer zusammen. Zuerst mussten passende Räumlichkeiten gefunden werden. Als feststand, dass die alte Wartburgschule wieder reaktiviert werden sollte, immerhin stand das Gebäude fünf Jahre leer, packten die Hilfsorganisationen an.
Es mussten die alten Klassenräume so eingerichtet werden, dass 150 Flüchtlinge, Erwachsene und Kinder, dort für eine kurze Zeit eine Unterkunft finden können. Also musste von Betten über Kleiderschränke bis hin zu einem Krankenzimmer mit Isolierstation alles “neu” eingerichtet werden.
Das Münster so schnell reagieren konnte, klappte nur, da es über die Hilfsorganisationen Zugriff auf altes Bundeswehrmaterial hatte. Wer seinen Wehrdienst abgeleistet hatte erkannte sofort, dass kein “Kleiderschrank” sondern ein alter Bundeswehrspint im Raum stand. Die Wartburgschule soll aber nicht als ständiges Asylheim benutzt werden. Zu Ostern wird die Notunterkunft in der alten Schule wieder aufgelöst.
In Münster sollen die Flüchtlinge nur registriert werden. Wenn der Registrierungsvorgang abgeschlossen ist, wird den Flüchtlingen ein anderer Wohnort zugewiesen. So bleiben die einzelnen Flüchtlinge nur ein paar Tage in der Unterkunft und “ziehen” dann weiter. Nur im Durchschnitt werden 150 Menschen in der Notunterkunft bis Ostern wohnen.
Aber dennoch muss “alles” vorhanden sein. Die Flüchtlinge werden gesundheitlich Untersucht. Sie müssen ihre Wäsche waschen können. Sie müssen verpflegt werden und die Kinder brauchen auch eine KiTa. Dass dieses innerhalb so kurzer Zeit eingerichtet und zur Verfügung gestellt werden konnte macht die Stadt Münster und die daran beteiligten Hilfsorganisationen ein bisschen Stolz. Gerade den Mitgliedern dieser Organisationen gebührt der Dank der Stadt, da sie auch in Nachtarbeit all das geschafft haben.