Die NATO tagt in Münster

Hochkarätige Entscheider der NATO werden vom 14. bis 16. April in Münster erwartet. Grund ist die Beschaffungskonferenz des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland: Die NATO Support Agency (NSPA) ist auf der Suche nach weiteren Unternehmen, die die Armeen der Mitgliedsstaaten mit Ausrüstung versorgen. Die etablierte Polizeifachmesse IPOMEX® wird deshalb erstmals um eine weitere Messe ergänzt, die Defense EXPO.

Die NSPA wandert mit ihrer Konferenz durch Europa. Dass für die fünfte Auflage nun Münster an der Reihe ist, liegt nicht zuletzt an der IPOMEX®. „Der Kontakt zur Polizei und zu Firmen, die die Beamten ausrüsten, ist für die NATO besonders interessant“, erklärt Tobias Schmitz, Projektleiter der IPOMEX®. 2013 sahen sich Vertreter des Bündnisses die Fachmesse selbst und die Konferenzräume an. Der Besuch aus Luxemburg, wo die NSPA ihren Sitz hat, war begeistert: Die unterschiedlichen Größen der Säle und die direkte Anbindung zur Ausstellung waren ein überzeugendes Argument für das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland. Flexibilität und kurze Wege sind garantiert.

Nun ist ein Verteidigungsbündnis kein Messeveranstalter. „Für uns sprach daher auch, dass wir als erfahrener Partner die begleitende Ausstellung zur Konferenz, die Defense EXPO, vermarkten“, so Tobias Schmitz. So bekam Münster den Zuschlag. Während die NSPA im Rahmen der NLSE-Conference – die Abkürzung steht für „NATO Logistics Stock Exchange“ – Zulieferfirmen in Workshops erläutert, wie sie mit dem Bündnis ins Geschäft kommen, zeigen mehr als 60 Aussteller auf der Defense EXPO ihre Produkte. Dazu zählen Uniformen, Nachtsichttechnik, Radarsysteme und Fahrzeuge. Erwartet wird ein internationales Publikum aus Europa und Nordamerika.

Parallel findet die siebte IPOMEX® statt, die sich als Fachmesse und Konferenz für die Polizei sowie für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben etabliert hat. Auch hier wird die Messe mit Ausstellern aus ganz Europa ergänzt durch Fachvorträge. So steht beim „Leitstellentag“ die technische Ausstattung von Einsatzzentralen im Mittelpunkt. Dabei geht es um die Anbindung an den Digitalfunk ebenso wie um die Rolle, die Social Media in Leitstellen spielen kann.

Eine weitere Fachtagung beleuchtet „aktuelle Themen des Bevölkerungsschutzes“. Angesprochen wird unter anderem die Zusammenarbeit von Krisenstäben über Grenzen hinweg. Über aktuelle Herausforderungen im Zeichen „vernetzter Sicherheit im 21. Jahrhundert“ informiert Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn. Zu den Herausforderungen zählt das Phänomen des militanten islamistischen Terrorismus. „Durch Terror zum Gottesstaat?“ – diese Frage stellt Ralf Tophoven, Direktor des Instituts für Krisenprävention (IFTUS) in Essen

IPOMEX® und Defense EXPO öffnen ausschließlich für ein Fachpublikum am 14. und 15. April von 9 bis 17 Uhr und am 16. April von 9 bis 16 Uhr. Informationen unter www.defense-expo.eu und www.ipomex.com.