Zwei 17-jährige Intensivstraftäter gefasst

Nach der gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster und der Kreispolizeibehörde Warendorf ist die Liste der Staftaten sehr lang und wird die Behörden noch einige Zeit beschäftigen.

16 Einbrüche, sechs Einbruchsversuche und weitere verschiedene Taten gehen auf das Konto zweier 17-jähriger Jugendlicher aus Warendorf und Freckenhorst. Seit Mitte November 2014 bis März 2015 suchten die beiden Täter wiederholt Getränkemärkte und andere Geschäfte in Warendorf und Freckenhorst auf, in die sie einbrachen. Dabei waren die Jugendlichen zunächst auf Alkohol und Zigaretten aus, später auch auf Bargeld und elektronische Geräte. Bei den Einbrüchen waren teilweise weitere Mittäter im Alter von 16 bis 20 Jahren aus Warendorf und Freckenhorst beteiligt.

Im Dezember versuchten die Jugendlichen mittags einer Frau an der Emspromenade in Warendorf vergeblich die Handtasche zu stehlen. Die Geschädigte stürzte bei der Tat und verletzte sich. Das Duo hatte die Frau zuvor an einem Geldinstitut beobachtet und war ihr gefolgt.

Der Diebstahl eines Transporters am Südring in Warendorf im letzten Monat geht ebenfalls auf das Konto des 17-jährigen Warendorfers. Er und ein weiterer 17-jähriger Mittäter aus Freckenhorst nutzen das Fahrzeug in der Nacht und ließen es später in Freckenhorst stehen.

Ende März begingen die Jugendlichen weitere Taten am Skaterpark am Emssee in Warendorf und gerieten so verstärkt in den Blick der Polizei. So stahl der Freckenhorster zwei Jugendlichen ihre Handys und schlug eine 14-Jährige. Später ging er einen 17-jährigen Rollerfahrer an. Mit einem Schlagring seines Mittäters prügelte er auf den Warendorfer ein und forderte die Herausgabe des Rollers. Mit Hilfe anderer Zeugen konnte der 17-Jährige vor den Attacken des Freckenhorsters flüchten.

Bei den Durchsuchungen der Zimmer der beiden Intensivtäter fanden die Ermittler der Polizei kleinere Mengen Tabak, die sichergestellt wurden. Den meisten Teil der Beute verbrauchten sie selbst. Den Rest des Diebsguts verkauften sie, um in den Besitz von Bargeld zu kommen. In ihren polizeilichen Vernehmungen gaben die Jugendlichen auch zu, in Warendorf und Freckenhorst viele Fahrräder gestohlen zu haben. Die entwendeten Fahrräder, mit denen sie teilweise zu den Einbrüchen fuhren, ließen sie nach Gebrauch stehen.

Auf Antrag der Staatanwaltschaft Münster wurde das Duo dem Amtsrichter in Warendorf vorgeführt. Dieser erließ antragsgemäß Haftbefehl, setzte den Haftbefehl jedoch gegen Auflagen außer Vollzug.