Autofahrer sollen Geldbußen wegen zu schnellen Fahrens erstattet bekommen

Freuen können sich bald vermutlich zwei von der Polizei Hamm kontrollierte Autofahrer, denn sie können damit rechnen, ihre Geldbußen wegen zu schnellen Fahrens erstattet zu bekommen. Bei der Überprüfung einer Beschwerde stellte die Verkehrspolizei fest, dass die beiden Messungen am 10. Februar 2015 auf der Oberholsener Straße nicht ordnungsgemäß waren.

Dort ist in Zusammenhang mit dem Gefahrzeichen “Doppelkurve” eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h zulässig. Als die Fahrzeuge in das Visier der Laserpistole gerieten, waren sie aber bereits zehn beziehungsweise elf Meter hinter den Kurven. Ohne ausdrückliche Aufhebung durften sie nach dem Gefahrenbereich wieder 50 km/h fahren.

Die Polizisten hatten eine 26-Jährige aus dem Kreis Unna mit 48 km/h und einen 19-jährigen Hammer Seat-Fahrer mit 54 km/h gemessen.

Die Hyundai-Fahrerin akzeptierte ein Verwarnungsgeld von 25 Euro, der 19-Jährige ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro samt einem Punkt in Flensburg. Da sich der junge Mann noch in der Probezeit befindet, wäre für ihn zusätzlich ein kostenpflichtiges Aufbauseminar erforderlich gewesen. Die Polizei hat das Rechtsamt der Stadt Hamm bereits gebeten, die Maßnahmen rückgängig zu machen. Polizeirat Jörg Heun, Leiter der Direktion Verkehr der Hammer Polizei: “Da ist uns ein Fehler passiert und es tut mir leid für die Unannehmlichkeiten, die die Betroffenen deshalb hatten.”

Der Beschwerdeführer, der die Überprüfung ausgelöst hatte, und vier weitere Fahrzeuge sind an dem Morgen korrekt gemessen worden.

Weitere Kontrollen gab es in dieser Fahrtrichtung nicht.