Engagement und Fantasie im Münsterland

Als weltoffene Stadt zeigt Münster wieder einmal wie einfach 149092Pes ist Engagement und Fantasie in den täglichen Ablauf verschiedener Gruppen zu integrieren und um Flüchtlinge in ihrer schwierigen Lebenssituation zu unterstützen. Das bestätigt sich auch im Übergangswohnheim auf der Nieberdingstraße. Zwei Lehrerinnen geben ehrenamtlich Deutschkurse. Ein Sportverein wird zur Paddeltour einladen. Und für Mohammed Cisse aus Guinea und Soumah Abdoulaye aus dem Sudan (Bild, mit Sozialarbeiter Max Buschmeier vom Sozialamt) geht ein großer Wunsch in Erfüllung, weil jemand jemanden kannte, der wiederum beim Laufzentrum Rheine bestens bekannt ist: Das Unternehmen stellte Gutscheine für eine Laufausstattung zur Verfügung.

Denn Laufen ist aus dem Leben von Mohammed Cisse und Soumah Abdoulaye nicht wegzudenken. Früher mussten sie täglich sieben bis zehn Kilometer laufen, um zur Schule zu kommen. Nun trainieren sie seit Monaten für den Münster Marathon, hatten dafür aber nicht einmal passgenaue Schuhe. Vielleicht wird die neue Ausstattung sogar dem Sozialamt zu Ehren gereichen – in dessen Staffel wollen die beiden beim Marathon starten.

Wer sich ebenfalls für die rund 50 Männer in der Flüchtlingseinrichtung engagieren möchte, wendet sich an Sozialarbeiter Max Buschmeier (E-Mail: Buschmeier@stadt-muenster.de); zum Beispiel sind weitere Angebote von Sportvereinen willkommen.