Romeo und Julia im Wilden Westen

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Die Jury und Vertreterinnen des Kulturamtes sichteten die kreativen Projektvorschläge von Künstlern und Schulen (v.l.): Monika Schlattmann, Thomas Philipzen, Georg Veit, Hildegard Thesing, Stephan Us, Isabell Steinböck, Christoph Bäumer und Frauke Schnell.

Da wird die Liebesgeschichte zwischen Romeo und Julia schauspielerisch in den Wilden Westen verfrachtet, da werden motorische Fähigkeiten selbstbewusst mit dem Ruf „Hip Hop Hooray“ vorgezeigt, da widmen sich Grundschüler der „Steinzeitkunst“, da wird das anspruchsvolle Motiv Bewegung unter dem Titel „MOVEment!“ kreativ im Foto festgehalten. Die Liste ließe sich fortsetzen. Das städtische Kulturamt und eine Jury haben jetzt im Rahmen des Landesprogramms „Kultur und Schule“ aus 44 Anträgen münsterscher Schulen 29 Projekte ausgewählt.

„Wir dürfen uns auf anregende Projekte und hoch motivierte Künstler freuen“, ist nicht nur Kulturamtsleiterin Frauke Schnell gespannt auf das, was außerhalb des Unterrichts an Kreativität, Ausdrucksfähigkeit und künstlerischer Technik wachsen wird. Theater und Tanz, Musik und neue Medien, Literatur, Fotografie und Bildhauerei – die Schülerinnen und Schüler aller Schulformen von der Förderschule bis zum Gymnasium werden Ideenreichtum entfalten, bei Improvisation und Performance Selbstbewusstsein tanken, im Theaterspiel in andere Rollen schlüpfen und mit Musik, Film und Video ihre Wahrnehmung schulen.

Auf 64 500 Euro hat das Land die Finanzmittel für das kommende Schuljahr für Münster aufgestockt. Über ihre Verteilung auf die Vorschläge der Künstler und Schulen hat die Jury mit den Mitgliedern, der Kulturjournalistin Isabell Steinböck, den Künstlern Christoph Bäumer und Stephan Us, dem Kabarettisten Thomas Philipzen, der früheren Schulrätin Monika Schlattmann und Georg Veit (Bezirksregierung). Direkt nach den Sommerferien geht es los – Schüler und Künstler Seite an Seite.