10.000 Euro für Nepal

2015 gab es zwei verheerende Erdbeben in Nepal. Die Erdbeben im April und Mai hatten das Land am Himalaya verwüstet. Mehr als 8.000 Menschen starben, Bewohner ganzer Landstriche wurden obdachlos. Dieses rief eine Welle von Hilfsbereitschaft weltweit hervor. Die AGRAVIS Raiffeisen AG unterstützt daher den Wiederaufbau in Nepal auch mit 10.000 Euro. Das Agrarhandelsunternehmen mit Sitz in Münster und Hannover spendet den Betrag an den Ökumenischen Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck e.V., der sich bereits seit vielen Jahren in Nepal engagiert. Die Anregung, den Verein bei der Erdbebenhilfe in Nepal zu unterstützen, kam aus der Mitte der AGRAVIS-Mitarbeiterschaft.

„Ich finde es besonders beeindruckend, wie schnell der Verein es geschafft hat, eine wirkungsvolle Hilfe für die Menschen in den Erdbebengebieten auf die Beine zu stellen“, betonte AGRAVIS-Vorstandschef Dr. Clemens Große Frie bei der Übergabe der Spende an Ingrid Sieverding, die Vorsitzende des Eine-Welt-Kreises. Schon wenige Tage nach dem ersten Beben wurden Zeltplanen als Wetterschutz an diejenigen verteilt, die alles verloren hatten. Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln folgte. Inzwischen hat der Verein gemeinsam mit Partnerorganisationen auch Zelte mit durchsichtigen Plastikplanen finanziert, die als provisorische Schulen genutzt werden. Den Kindern in dem Land Bildungsmöglichkeiten zu bieten, ist dem Ökumenischen Eine-Welt-Kreis bereits seit Langem ein wichtiges Anliegen. Er sammelte Spenden, mit denen insgesamt fünf Schulgebäude errichtet werden konnten.

Zwar sei die verzweifelte Lage in Nepal inzwischen aus der medialen Berichterstattung weitgehend verschwunden, „aber viele Menschen kämpfen dort nach wie vor um das nackte Überleben“, unterstreicht Ingrid Sieverding. Die Spende soll für den Wiederaufbau von Schulen genutzt werden. „Pro Schule werden rund 55.000 Euro benötigt“, erläutert Sieverding. Der Verein und seine Partner in Nepal möchten gern zwischen sieben und elf Schulen wieder aufbauen. Um das zu schaffen, sind weitere Spenden erforderlich, die in voller Höhe den notleidenden Menschen zugutekommen, da durch das ehrenamtliche Engagement keine Verwaltungskosten anfallen.

Die konkrete Arbeit in Nepal wird vor Ort durch Narayan Adhikari koordiniert. Er ist nepalesischer Staatsbürger und lebt vorwiegend in Kathmandu. In den vergangenen Jahren hat er viele Hilfsprojekte in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck realisiert. So wurden neben mehreren Schulzentren auch mehr als 1.000 Biogasanlagen für Privathaushalte im Distrikt Kavre gebaut, mit denen Kochstellen betrieben und hygienische Toiletten bereitgestellt werden. „Dieses Engagement für Biogasanlagen ist aus Sicht eines Agrarhandelsunternehmens natürlich besonders hervorzuheben“, erklärte Große Frie. Durch das Beben wurden zahlreiche im Bau befindliche Anlagen zerstört.

Wie nachhaltig erfolgreich der Ökumenische Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck arbeitet, lässt sich auch daran ablesen, dass er im August sein 25-jähriges Bestehen feiern kann.
Die AGRAVIS aus Münster hat sich bereits in der Vergangenheit engagiert, um die Folgen von Naturkatastrophen zu lindern. So half der Konzern zum Beispiel in Ostafrika, als dort eine verheerende Dürre herrschte.