Altes Trafohäuschen für neue Bewohner fit gemacht

Schleiereulen, Turmfalken und Fledermäuse suchen sich gern

Freuen sich, wenn die Eulenvögel ihr neues Quartier in 12 Meter Höhe beziehen (v. l.): Stadtwerke-Auszubildende Marvin Staubermann und Patrick Althoff, Ausbildungsmeister Reinhard Schriever sowie Martin Krabbe, Untere Landschaftsbehörde.

Freuen sich, wenn die Eulenvögel ihr neues Quartier in 12 Meter Höhe beziehen (v. l.): Stadtwerke-Auszubildende Marvin Staubermann und Patrick Althoff, Ausbildungsmeister Reinhard Schriever sowie Martin Krabbe, Untere Landschaftsbehörde.

auch künstliche Quartiere, in denen sie Unterschlupf finden können. Warum sollte das nicht an einer ausgedien­ten Trafostation der Stadtwerke im Boniburger Wald sein? Stadtwerke-Ausbildungs­meister Reinhard Schriever machte aus dieser Idee eine interessante Aufgabe für „seine“ Azubis: Patrick Althoff, Marvin Staubermann und Niklas van den Berg machten sich an die Arbeit. Ihr Auftrag: Eine Nisthilfe für die heimische Tierwelt zu bauen.

„Das war schon ungewöhnlich“, meint Patrick Althoff, „für Vögel hatte ich zu Hause bislang nur ein Häuschen aus Holz gebaut.“ Um den Vögeln im Wald ein neues Zuhause für ihre Brut anzubieten, waren für die drei Auszubildenden alle Grundfertigkeiten gefragt, die in ihrem Repertoire als künftige Anlagenmechaniker enthalten sind: messen, sägen, schleifen, feilen, bohren und lackieren. „Damit sich die Tiere beim „Hineinschlüpfen“ in den Brutkasten nicht verletzen, haben wir die Öffnung im Zinkblech mit Holz umrandet“, berichtet Marvin Staubermann über ihre besondere Fürsorge. Schlussendlich fertigten die Auszubildenden noch ein Gerüst an, um den 60 cm breiten, 150 cm langen und 60 cm hohen Brutkasten 12 Meter hoch im Inneren des Trafohäuschens aufhängen zu können. „Das Projekt ist rundum gelungen“, freut sich Reinhard Schriever, „die Auszubildenden konnten nutzbringend anwenden, was sie gelernt haben. Das ist wichtig.“

Auch das Amt für Grünflächen und Umweltschutz der Stadt Münster ist begeistert von dem Projekt. „Die Quartiere für die Eulenvögel werden immer weniger. Mit diesem Trafohäuschen geben wir der Natur ein kleines Bonbon“, freut sich Martin Krabbe von der Unteren Landschaftsbehörde. „Und das genau dort, wo die Eulenvögel zuhause sind.“ Jetzt müssen sie nur noch einziehen.