Ehemann steht unter dem Verdacht, seine Frau erdrosselt zu haben

Vor geraumer Zeit, ging ein Todesfall durch die münstersche Presse. Eine Frau sollte sich selbst erhängt haben. Heute kam eine gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster und der Polizei Münster zu diesem Fall heraus.

Durch intensive Ermittlungen der Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Holger Iltgen und auf Grund weiterer Gutachten konnte der Sachverhalt nunmehr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geklärt werden.

„Es besteht daher der dringende Tatverdacht, dass der Ehemann die Frau erdrosselt und anschließend ihren Selbstmord vorgetäuscht hat“, fasste Oberstaatsanwalt Heribert Beck das Ermittlungsergebnis zusammen.

Die Staatsanwaltschaft hat heute beim zuständigen Amtsgericht Münster Haftbefehl wegen Mordes beantragt. „Wir gehen von Heimtücke (ein nötiges Mordmerkmal, Anmerkung der Redaktion) aus. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen haben ergeben, dass die Frau von hinten erdrosselt wurde. Hinweise auf ein Kampfgeschehen konnten nicht festgestellt werden. Es ist daher davon auszugehen, dass die Frau unerwartet angegriffen wurde und mit keinem Angriff auf ihr Leben rechnete“, erläuterte Oberstaatsanwalt Beck.

Der Haftbefehl wurde vom zuständigen Haftrichter am Amtsgericht antragsgemäß erlassen und heute (21.07.) verkündet. Der Beschuldigte befindet sich weiterhin auf der Intensivstation der Universitätsklinik.

Anmerkung der Redaktion – Unterschied Mord zu Totschlag
Ein Tötungsdelikt ist erst einmal ein Totschlag. Bestraft wird der Totschlag nicht unter fünf Jahren, aber er kann auch bis zu Lebenslang bestraft werden, je nach schwere der Tat. Liegen aber ganz bestimmte „Mordmerkmale“ vor, wie z. B. Heimtücke oder eine Tötung um seinen Sexualtrieb zu befriedigen (die Merkmale stehen alle abschließend im § 211 StGB), so ist die Strafe nicht unter lebenslang.