Schwerpunktkontrollen im Kreis Steinfurt

Wie uns die Polizei gestern berichtete, fanden in der 28.Kalenderwoche, also vom 06.07.2015 bis 12.07.2015., Schwerpunktkontrollen im ganzen Kreisgebiet statt. Auch die Beamten der Wache Emsdetten/Greven kontrollierten in dieser Woche Autofahrer und Radfahrer.

Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von sechs Polizeikommissar-Anwärterinnen und -anwärtern, die zurzeit im Rahmen der Ausbildung ihr Praktikum in Emsdetten absolvieren.

Das aus polizeilicher Sicht nicht rühmliche Ergebnis der kontrollierten Fahrzeugführer: 62 Verkehrsteilnehmer fuhren zu schnell. In 32 Fällen wurde das Nichtanlegen des Gurtes beanstandet.

Insgesamt 25 Verkehrsteilnehmer begingen einen Handyverstoß, davon waren 16 Personen Autofahrer und 9 Radfahrer.

Bei sieben Pkw Fahrern musste die Polizei eine Blutprobe anordnen, weil sie unter Drogeneinfluss standen. Der technische Zustand der benutzen Räder wurde bei den Kontrollen auch in den Fokus genommen. Hier sprachen die Beamten dreizehn Mal Verwarnungen aus.

Hintergrund der Maßnahmen

Die Zahlen sprechen für sich: 522 Personen wurden auf den Straßen Nordrhein Westfalens in 2014 getötet. Im Vergleich zu 2013 bedeutet dies eine Steigerung um 8,6 Prozent. (Im Jahr 2013 wurden 481 Personen getötet).

Fahrzeugführer abgelenkt

An der Unfallstelle wächst bei den Polizeibeamten immer häufiger der Verdacht, dass der Fahrzeugführer abgelenkt gewesen sein muss. Oft ist es nicht zu erklären, warum ein Fahrzeug in den Graben oder frontal in den Gegenverkehr fährt. Die Folge dieser Unfälle sind meistens schwerverletzte oder getötete Verkehrsteilnehmern, die zum eigentlichen Unfallgeschehen nichts beigetragen haben.

Im Bereich der Unfallursachenforschung haben gezielte Studien bewiesen, dass bei der Benutzung von elektronischen Geräten, seien es Mobiltelefone, Navigationssysteme oder Radios, das Fahrzeug praktisch führerlos unterwegs ist, wenn der Fahrer auf das Display schaut.

So legt ein Fahrzeug bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern in drei Sekunden etwa 83 Meter zurück, wobei das Lesen einer Nachricht auf dem Mobiltelefon oder das Eingeben einer neuen Adresse in das Navigationsgerät erfahrungsgemäß länger als drei Sekunden dauert.

Weitere Studien haben darüber hinaus bewiesen, dass derjenige, der beim Autofahren ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, eine deutlich reduziertere Wahrnehmung der Verkehrsabläufe hat. Die Polizei beobachtet diese Entwicklung mit großer Sorge.