Die Nacht der Wünsche

Heute ist es wieder soweit, in der kommenden Nacht zum milky-way-60538_640Donnerstag, erreicht der jährlich wiederkehrende Meteorschauer der Perseiden vermutlich seinen Höhepunkt. Es werden in dieser Nacht wieder über 100 Sternschnuppen pro Stunde erwartet. Es gibt also sehr gute Chancen für viele Wünsche aller Art.

Die Wetterexperten der führenden meteorologischen Organisationen sind sich weitgehend einig und erwarten verbreitet sehr gute Beobachtungsbedingungen.

So teilte uns die MeteoGroup in einer Nachricht mit; „Zum einen ist am 14. August Neumond, die letzte Sichel ist also kaum noch zu erkennen und das Mondlicht überstrahlt so die Sternschnuppen nicht. Zum anderen erwarten uns verbreitet laue und gering bewölkte Nächte“, erläutert der Meteorologe Thomas Kunze.

Grundsätzlich hat man überall zumindest die Chance, die Sternschnuppen zu erblicken, in den meisten Regionen sogar sehr gute, da sich von den Britischen Inseln kommend ein Hochdruckgebiet über die südliche Nordsee in Richtung Dänemark ausbreitet. Für den Höhepunkt der Perseiden in der Nacht zum Donnerstag sieht es recht gut aus. Vielfach zeigt sich der Himmel deutlich sternenklar.

milky-way-451599_640Kleine Abstriche müssen an der niederländischen Grenze und von den nördlichen Mittelgebirgen bis nach Brandenburg gemacht werden, wo Frontensysteme zumindest noch für Wolkenfelder gut sein können. Ganz im Westen können zum Morgen hin zudem stellenweise Gewitterschauer aufziehen. Dabei liegen die Tiefsttemperaturen bei angenehmen 21 bis 16 Grad, nur im Norden ist es mit 15 bis 10 Grad recht frisch. Die höchste Anzahl an Sternschnuppen ist jeweils in den Morgenstunden am Osthimmel zu erwarten.

„Falls die Bedingungen in ihrer Region heute und morgen nicht so gut sein sollten, haben Sie noch weitere Möglichkeiten Ihr Glück zu versuchen: Auch in den Nächten nach dem Maximum können noch bis zu 50 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden. Die 24-Stunden Wolkenprognose von MeteoEarth.com kann dabei helfen zu entscheiden, ob sich ein Wachbleiben bzw. Frühaufstehen lohnt oder nicht“, so Kunze.

Wer diese oder die folgenden Nächte verpasst, hat noch ein paar Chancen auf reichlich Sternschnuppen, denn bis zum 24. August dauert das abnehmende Spektakel an.

Danach gibt es noch einen intensiveren Sternschnuppenschauer, allerdings zu einer vermutlich kalten Jahreszeit. Denn mit den Geminiden, die am 14. Dezember vorbeiziehen, gibt es noch einmal ordentlich viele Wünsche und somit ist das unser etwas verfrühter „Weihnachtstipp“ für einen vollen Geschenkbaum.


Die Perseiden (Tränen des Laurentius) sind ein jährlich wiederkehrender aber abnehmender Meteorstrom (Sternschnuppen).

Die Geminiden sind der stärkste Meteorstrom(Sternschnuppen), die ebenfalls jährlich wiederkehren.