Tagesarchive: 3. September 2015

Drei Jahre Gefahr auf der A1

Der Abriss und die Erneuerung von gleich drei Brückenbauwerken, DSC08471und die damit verbundenen Baumaßnahmen, die voraussichtlich bis Ende 2018 auf der Nord-Südroute zu Störungen führen werden, machen vielen Verantwortlichen schon im Vorfeld Sorgen.

Auf der Autobahn A1 sind die Vorarbeiten schon voll in Gang. Der Mittelbereich in Richtung Bremen wird befestigt. Durch diese Baumaßnahme, wird die später verlaufende Umlenkung des Gegenverkehrs auf zwei Fahrbahnen, mit Begegnungsverkehr möglich.

Drei Brücken und jede Menge Verkehr
Da es gleich drei Abschnitte sind, die mehr oder weniger gleichzeitig bearbeitet werden, und zeitweilig die Brücken unter laufendem Verkehr abgerissen und wieder neu aufgebaut werden, ist beim Durchfahren der Baustellen eine enorm hohe Konzentration, und noch viel mehr Geduld gefragt.

Am gestrigen Mittwoch zeigte die Autobahnpolizei Münster zukünftige Gefahren und Probleme auf, und gab praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine unfallfreie Fahrt durch die Bauabschnitte zwischen der Anschlussstelle Lengerich und dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück.

Mobile Warntafeln
Um Verkehrsteilnehmer auf die Stausituation hinzuweisen, wurden DSC08410Baustellenankündigungen bereits 6 km vor dem ersten Bauabschnitt aufgestellt. Weiterhin sind 10 Staumeldeanlagen aufgestellt worden, die jeweils 40.000 Euro kosten, dafür aber mit Sicherheit Menschenleben retten werden, wenn sie beachtet werden!

DSC08383Die Warnmeldungen werden dem Verkehr angepasst. Je nach Dichte des Fahrzeugaufkommens vor der Baustelle, wird vor möglichem Stau gewarnt, bzw. ein Stau angekündigt.

Mit dieser erstmals im Münsterland aufgestellten mobilen Warnanlage, soll den Verkehrsteilnehmern die Gefahr eines möglichen Stauendes signalisiert werden.

Etwa 100 Fahrzeuge pro Stunde zu schnell
Diese einschneidende Baumaßnahme stellt ein ernst zu DSC08416nehmendes hohes Unfallpotenzial dar, deshalb müssen Verkehrsteilnehmer mit häufigen Radarmessungen und Abstandsmessungen im betreffenden Abschnitt rechnen.
Dass dies notwendig ist, zeigten Messergebnisse, in denen mehr als 100 Fahrzeuge pro Stunde zu schnell unterwegs waren, obwohl es mehrfache Ankündigungen und Temporeduzierungen gab.

Als wir von der Radaranlage ein Bild machten, traf unser Fotograf genau den Zeitpunkt als gleichzeitig zwei Fahrzeuge die Fotozellen auslösten.

Die linke Fahrspur war auf eine maximal zulässige Fahrzeugbreite von 2,10 m reduziert. Auch hier hielten sich leider nur sehr wenige an das Limit.

Fahrzeugbreite
DSC08437Verkehrssicherheitsberater Christoph Becker von der Polizei Münster weiß von einem breitgefächerten Irrtum zu berichten, „In den Angaben zu den Maßen eines Fahrzeuges werden allzu häufig nur die Korpus-Maße eines Fahrzeuges angegeben, dabei werden allerdings die Spiegel oft nicht mit berechnet. Das kann bis zu 50cm bei einem Fahrzeug ausmachen. Die Folge sind abgefahrene Spiegel und manchmal auch leichte bis schwere Unfälle“.

Um Unfallfrei durch die komplexe Baustelle zu kommen, gibt es DSC08442folgende Tipps von den Verkehrsexperten der Polizei, Fahren Sie defensiv, bleiben Sie im Zweifel auf der rechten Spur und überholen Sie nur, wenn ausreichend Platz vorhanden ist.

Oft zu breit

DSC08452Besonders Lkw mit und ohne Anhänger, sowie auch andere Gespanne, können beim Überfahren von Brücken heftige Seitenwinde abbekommen. Ein so zur Seite driftendes Fahrzeug, schiebt das neben sich fahrende Gefährt ganz leicht in den entgegenkommenden Verkehr der Gegenfahrbahn. Dabei muss nicht immer Seitenwind der Auslöser sein, es gibt auch Fahrfehler und mitunter sehr unkonzentrierte Verkehrsteilnehmer, die schwereDSC08380 Unfälle auslösen können“, erklärt PHK Andreas Glünz, Leiter der Autobahnpolizeiwache Lotte.

Auch an liegengebliebene Fahrzeuge sollte gedacht werden, die auf diesen engen Stellen der Bauabschnitte plötzlich zu Ausweichmanövern führen können.

Allein der Gedanke, dass sich mehr als 100 Fahrzeuge pro Stunde mit unangemessener Geschwindigkeit im Baustellenbereich bewegen, sollte genügen, um endlich umzudenken. Besser gemütlich und Gesund zum Ziel gelangen, als sich diesen unkontrollierbaren Gefahren aussetzen.

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