Fragen an Gregor Krabbe – Metelen

In unserer Reihe Bürgermeistergespräche kommt an dieser Stelle der Bürgermeister von Metelen zu Wort.

Gregor Krabbe wurde im Mai 2015 von den Metelenern zumDSC08987 Ersten Bürger der Gemeinde gewählt. Er wuchs in Metelen auf und verbrachte einen großen Teil seines Lebens in der Verwaltung seiner Heimatstadt, die schon auf über eine 1.126-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Gregor Krabbe ist beliebt in seiner Heimatstadt, aber auch bei Menschen, die von weit her kommen. So schwören viele Schausteller auf den Bürgermeister, der für alle Anliegen ein offenes Ohr hat, und sich gern die Zeit für gute Gespräche nimmt.

Er hat eigentlich alles, was ein Bürgermeister sich wünschen kann. Eine intakte Gemeinde, attraktive Bauflächen für Gewerbe und Privat, gut angebundene Verkehrswege und eine Bahnlinie in der Mitte zwischen Enschede und Münster.

Der kleine Ort hat vier Museen und eine, weit über die Grenzen hinaus bekannte Bonbonfabrik, die sich besonders mit zuckerfreien Leckereien einen Namen gemacht hat. Auch die Stadtfeste können sich sehen lassen und ziehen in jedem Jahr mehrere Tausend Vergnügungslustige in die Stadt der schönen münsterländischen Parklandschaft.

Herr Krabbe, was mögen Sie so sehr an der siebt kleinsten Kommune in NRW?
Es gibt hier kurze Wege, die einer Kommunikation zwischen Bürgern und Gemeinde nicht im Wege stehen. Anliegen können so sehr schnell gelöst werden und das macht den Zusammenhalt in der Gemeinde stark. – Wir haben vor einigen Wochen die Aktion „Metelen schläft nicht“ gehabt. Dabei ging es im Kern um Menschen aus anderen Ländern, und sofort haben sich viele Bürger in die Aktion eingebunden und mitgemacht.

Eine Besonderheit im Ort?
Wir sind gern für spontane Sachen zu haben. Und Metelen hat 60 Vereine, das sind bei einer Einwohnerzahl von 6454 Personen, überdurchschnittlich viele. Wer nach Metelen zieht, bleibt nicht lange allein und hat sofort ein vielfältiges Angebot.

Was ist zu tun, was funktioniert?

Wichtig ist der Ausbau weiterer Arbeitsplätze in unserer Stadt. Das touristische Angebot ist zwar gewachsen, aber auch hier gibt es Handlungsbedarf. Unterdurchschnittlich war in den vergangenen Jahren der Zuwachs der Gemeinde, überdurchschnittlich ist auf jeden Fall das soziale Engagement der Bürger und Gewerbetreibenden hier vor Ort.

Was ist für Menschen die Metelen nicht kennen, interessant?
Schauen Sie sich unseren Fettmarkt am Ende des Oktobers an, das ist ein tolles Beispiel für Vereine, Firmen und Bürger in unserer Gemeinde. Ebenso sind das Mühlen- und Sägewerksmuseum, Eisenbahnmuseum und die Stiftskammer erstklassige Ziele in unserer Stadt.

Wie sehen Sie sich als Bürgermeister?
Meine Art ist es, unter realistischer Einschätzung der Bedingungen, zu versuchen, Initiativen zu wecken. Der Staat oder die Gemeinde kann dies nicht und es ist auch leider nicht möglich alle Probleme der Menschheit zu lösen. Aber ich kann zumindest versuchen zu vermitteln, und unterstützend zu helfen. Die Stadtverwaltung kann nur die Rahmenbedingungen für die Gesellschaft organisieren. Es ist unbedingt wichtig, diese Rahmenbedingungen so anzulegen, dass sie immer Hilfe zur Selbsthilfe sind. Und dieser wichtigen Aufgabe versuche ich gerecht zu werden. Mit etwas Kreativität ist hier vieles besser machbar, als einfach nur streng zu regulieren.

Wir bedanken uns für das Gespräch und kommen gern, zu einer erneuten Berichterstattung, in diesen gemütlichen Ort zurück.