Ein Akt des Vandalismusses

In den Nachrichten hört und sieht man immer häufiger, dass Gräber beschmiert oder zerstört werden. Leider ist dieser unsägliche Trend auch nach Münster gekommen. Der Ehrenfriedhof Haus Spital in Gievenbeck auf dem russische Kriegstote liegen, wurde geschändet.

Daraufhin hat Oberbürgermeister Markus Lewe dem Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn, Vladimir Sedykh, das tiefe Entsetzen der Stadt Münster und ihrer Bürgerinnen und Bürger über die Schändung zum Ausdruck gebracht.

Der Schaden, so der Oberbürgermeister, der durch diesen Akt des Vandalismus verursacht worden sei, gehe weit über den reinen Sachschaden hinaus. “In der Friedensstadt Münster fühlen sich die Bürgerinnen und Bürger dem Frieden in ganz besonderer Weise verbunden. Von dieser verabscheuungswürdigen Tat sind wir daher alle zutiefst betroffen.”

Die Stadt hat Anzeige erstattet, damit der oder die Täter überführt und zur Verantwortung gezogen werden. OB Lewe teilt dem Generalkonsul mit, er habe veranlasst, “dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, damit die jetzt gleichsam namenlosen Gräber schnellstmöglich wieder mit Namenstafeln versehen werden und die Toten ihre Würde zurückerhalten.”

Zugleich bedankt er sich bei Generalkonsul Sedykh dafür, dass sein Stellvertreter an einem Abstimmungsgespräch zur weiteren Vorgehensweise teilnehmen wird. Das sei ein “bedeutendes und freundschaftliches Zeichen guter und konstruktiver Zusammenarbeit”.