Stellwerksbrand: Verbesserungen für Bahnkunden ab Montag, 26. Oktober

Ab kommenden Montag, 26. Oktober, wird eine gesonderte sogenannte „Blockteilung“ zwischen Essen und Duisburg – ohne den Bereich Mülheim-Styrum – wieder in Betrieb genommen, damit der Zugverkehr flüssiger und pünktlicher abgewickelt werden kann. Gleichzeitig wird mit Inbetriebnahme die Kapazität in diesem Abschnitt erhöht, so dass das Fernverkehrsangebot ausgeweitet werden kann. Besondere schriftliche Anweisungen für die Lokführer sind dann nicht mehr erforderlich.

Das ab Montag für jeweils beide Richtungen geltende Betriebskonzept sieht wie folgt aus:

Fernverkehr:

Die Züge der ICE-Linie 41 (München – Würzburg – Frankfurt – Köln Messe/Deutz – Essen – Dortmund) fahren ausnahmslos wieder auf dem Regelweg. Hierdurch wird eine bessere Anbindung des Ruhrgebietes im Fernverkehr gewährleistet. Die bisher in Essen Hbf endenden Züge werden bis Dortmund verlängert. Zwischen Köln Messe/Deutz und Frankfurt (Main) müssen teilweise Halte entfallen.

Die Züge der ICE-Linie 10 (Köln – Berlin) fahren weiterhin über den Regelweg und halten in Essen und Bochum, jedoch nicht mehr in Düsseldorf-Flughafen, da es hier zeitliche Überschneidungen mit der Nahverkehrslinie RE 6 gäbe.
Züge der ICE-Linie 1 (Sprinter ICE 1094 und ICE 1095) Köln – Essen – Hamburg müssen ersatzlos ausfallen.

Die Züge der ICE-Linie 42 (München – Stuttgart – Mannheim – Siegburg –
Köln Hbf – Dortmund) fahren nur von/nach Düsseldorf Hbf.

Züge der ICE-Linie 47 (Dortmund – Essen – Frankfurt-Flughafen Fernbf. – Stuttgart) und ICE-Linie 49 (Dortmund – Essen – Köln – Frankfurt (M)) beginnen und enden teilweise in beiden Richtungen in Düsseldorf.

Züge der IC-Linie 50 (Düsseldorf – Essen – Leipzig) beginnen und enden in beiden Richtungen in Dortmund.

Züge der IC-Linie 30 (Hamburg – Essen – Köln – Stuttgart) werden umgeleitet, die planmäßigen Halte in Dortmund, Bochum und Essen müssen entfallen, in Gelsenkirchen ist ein Ersatzhalt eingerichtet.

Bei den Züge der IC-Linie 32 (Berlin – Hannover – Essen – Köln – Stuttgart) kann es zu Änderungen kommen, teilweise müssen Züge ausfallen.

Regional- und S-Bahnverkehr:

Die Linien RE 1 (Aachen – Hamm und zweistündlich Paderborn) und neu die Linie RE 6 (Düsseldorf – Bielefeld – Minden) fahren im Stundentakt jeweils auf dem Regelweg mit Halt in Mülheim (Ruhr), Essen, Wattenscheid und Bochum Hbf. Hierdurch kann zwischen Essen und Duisburg den Nahverkehrskunden ein kontinuierliches Zugangebot gemacht werden.

Die Linie RE 2 (Düsseldorf – Münster) wird zwischen Duisburg und Gelsenkirchen weiterhin über Essen–Altenessen (Ersatzhalt) umgeleitet ohne Halt in Mülheim (Ruhr) und Essen Hbf.

Die Linie RE 11 (Mönchengladbach – Duisburg – Hamm) wird neu ebenfalls umgeleitet und verkehrt zwischen Duisburg und Dortmund über Gelsenkirchen Hbf (Ersatzhalt) und Herne (Ersatzhalt). Die Halte in Mülheim (Ruhr), Essen Hbf, Wattenscheid und Bochum entfallen. In der Fahrtrichtung von Hamm nach Duisburg fahren die Züge einige Minuten früher ab.

Die S1 fährt weitgehend fahrplanmäßig auf dem Regelweg. Es ist nur noch mit geringen Verspätungen zu rechnen.

S3 entfällt auf dem Abschnitt Essen Hbf–Oberhausen.
Ein Ersatzverkehr mit Bussen besteht zwischen Mülheim Hbf und Oberhausen Hbf mit Umsteigemöglichkeit in Mülheim Hbf zu den Zügen des Regionalverkehrs und in Mülheim-Styrum zur S 1.

Die Deutsche Bahn empfiehlt allen Reisenden weiterhin, sich vor Fahrtantritt auf der Live-Auskunft unter www.bahn.de oder bei der Kundenhotline 01806 99 66 33 (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz) zu informieren. Bei der Einstellung in die Fahrplansysteme, z.B. www.bahn.de, kann es jedoch noch zu Verzögerungen bis in die nächste Woche hinein kommen aufgrund der Vielzahl der zu ändernden Fahrplandaten. Die DB bittet um Entschuldigung für entstehende Unannehmlichkeiten.

Die Schadensaufnahme nach dem Stellwerksbrand hatte ergeben, dass der bisherige Bedienraum vollständig zerstört ist. Die vorhandene Relaistechnik und die gesamten Außenanlagen können jedoch nach teils sehr aufwändigen Reparaturarbeiten weiter genutzt werden. Die Bahn hat mit großem Aufwand mehrere Varianten zur Wiederherstellung geprüft und sich für die Wiederherstellung der Anlage entschieden. Diese Variante ist am schnellsten realisierbar.

Nach heutiger Prognose kann das Stellwerk in Mülheim-Styrum voraussichtlich bis März 2016 wieder voll umfänglich in Betrieb genommen werden. Über mögliche Zwischenstände werden wir zeitnah informieren.
Die Trocknungs-, Reinigungs- und Aufräumarbeiten in den Räumen des Stellwerks in Mülheim-Styrum laufen auf Hochtouren. Der Bedienraum wird komplett entkernt. Außerdem ist das Gebäude mit einem Gerüst eingehaust und die Sanierungsarbeiten am Dach haben begonnen.

Bis zur Wiederinbetriebnahme des Stellwerks müssen Reisende mit Beeinträchtigungen wie Umleitungen und Verspätungen rechnen.