Brandstifter rechtskräftig verurteilt

Seit Juli 2013 war die Polizei hinter ihnen her. Lange hat es gedauert, doch dann hat die Polizei die Brandstifter gefasst, die in Münster die Autos reihenweise angezündet hatten. Doch so einfach wollten die Beschuldigten sich nicht geschlagen geben und zogen bis zum Bundesgerichtshof (BGH).

Mit Beschluss vom 17.11.2015, Az.: 4 StR 187/15, hat der BGH die Revisionen der beiden Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts (LG) Münster vom 18.11.2014 als unbegründet verworfen.

Das LG hatte den Angeklagten S. wegen schwerer Brandstiftung und Brandstiftung in 13 Fällen u.a. zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und den Angeklagten H. wegen Brandstiftung u.a. zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Zur Verurteilung gelangt waren Taten zwischen dem 22.09. und 01.11.2013. An insgesamt 40 Verhandlungstagen im Zeitraum vom 09.04. bis zum 18.11.2014 hatte das Landgericht 230 Zeugen vernommen und sechs Sachverständige gehört. Das Urteil umfasste 440 Seiten.

Beide Angeklagte befinden sich seit ihrer vorläufigen Festnahme am 02.11.2013 in Untersuchungshaft. Jetzt fahren sie richtig ein. Dabei wird die Untersuchungshaft auf die Strafhaft angerechnet.