Es geht endlich weiter

05. November 2015_Bahnhof_Baufortschritt_385Es war doch eine Schrecksekunde, als es hieß Bombenalarm im Oktober. Was sicher war, die Bombe würde wieder für eine Verzögerung sorgen.

Nachdem dann glücklicherweise am 26.10.2015 die Bergungsfirma des Kampfmittelbeseitigungsdienstes statt eines Blindgängers nur zwei Teile eines Eisenrohres gefunden hatte, kann nunmehr der Rest der Teilunterkellerung des neuen Gebäudes gebaut werden.

Hierfür werden zunächst die noch fehlenden Bohrpfähle in der östlichen Kellerwand ergänzt und, sobald diese ausgehärtet sind, die Verfüllung des alten Kellers entfernt. Dann werden die Wände und Sohlplatte des alten Kellers zurückgebaut, bevor mit dem Bau des neuen Keller begonnen werden kann.

05. November 2015_Bahnhof_Baufortschritt_386Nördlich und südlich des Kellerbereiches werden bereits die ersten Geschosse im Rohbau erstellt und auch in dem Teil des alten Bestandsgebäudes, der bestehen bleibt, laufen die Rohbauarbeiten.

Zuvor waren seit Juli dieses Jahres aus Sicherheitsgründen zur Abfangung der Stützwand zu Gleis 1 neun Bohrpfähle gesetzt und mit Kopfbalken aus Beton verbunden worden. Danach wurde die Wasserhaltung für die Baugrube Keller installiert und in Betrieb genommen. Erst nach diesen umfangreichen und baulich aufwendigen Vorbereitungen konnte mit der eigentlichen Untersuchung des sogenannten „Verdachtspunktes“ begonnen werden.

Aufgrund der hierdurch aufgetretenen Verzögerungen befindet sich das Empfangsgebäude noch am Anfang des Rohbaus. Um weitere Zeitverzögerungen zu vermeiden, wird die südliche Personenunterführung nicht wie ursprünglich geplant zum Weihnachtsmarkt 2015 für den Reisendenverkehr geöffnet. Dieser wird stattdessen weiterhin über die bewährte geänderte Wegeführung „Hamburger Tunnel“ und „Wollbecker Straße“ geführt.

05. November 2015_Bahnhof_Baufortschritt_402Trotz geänderter Bauabläufe verschiebt sich daher die Inbetriebnahme des neuen Empfangsgebäudes nach jetzigem Sachstand voraussichtlich auf Ostern 2017.

Bauherr des neuen Empfangsgebäudes ist die DB AG. Für das Umfeld des Bahnhofes, insbesondere die Vorplätze, ist die Stadt Münster verantwortlich. Die Stadt Münster beteiligt sich an den Gesamtkosten von rund 37 Millionen Euro mit fünf Millionen Euro an dem Projekt. Für die Gestaltung der Ostseite des Bahnhofs ist bereits eine Investorenausschreibung seitens Stadt und Bahn erfolgt und erste Gespräche haben stattgefunden.

Aus Sicht der Bahn kommt noch positiv dazu, dass ca. 80 Prozent der geplanten Büros schon vergeben sind. Nur die kleineren Einheiten seien noch frei.