Silvesterwetterlage – Durchwachsen

Silvester rückt mit eifrigen Schritten näher und die Frage wird lauter: Kommt mit dem neuen Jahr endlich der Winter? „Eher Regen als Schnee und stellenweise Glatteis“, lautet die Kurzfassung von Karsten Kürbis, Meteorologe bei MeteoGroup.

„Nach recht ruhigem Hochdruckwetter in den letzten Tagen deutet sich pünktlich zum Silvestertag eine Warmfront an“, erläutert Karsten Kürbis. „Diese wird nach dem jetzigen Stand mit ihren Wolken und Regen zunächst die Westhälfte Deutschlands erreichen. Im Osten des Landes bleibt es bei recht kaltem Südostwind dagegen noch meist heiter und trocken. Dabei besteht ein signifikantes Temperaturgefälle zwischen 1 Grad an der Neiße und um 10 Grad am Niederrhein.“

In der Silvesternacht bewegt sich die Schlechtwetterfront weiter nach Osten. Dabei läuft die Warmfront gegen die kältere Luft im Osten Deutschlands an und wird dabei immer langsamer. Der Regen geht in der kälteren Luft teilweise in Schnee über, kann unter Umständen aber auch auf kaltem Boden hier und da zu Glatteis führen. Es ist somit Vorsicht auf den Straßen geboten! Das bedeutet für das Münsterland, vom Emsland, über Nordrhein-Westfalen bis zur Südpfalz lockern die Wolken schon wieder auf. Die Werte zum Jahreswechsel liegen zwischen +5 Grad im Breisgau und -3 Grad in der Oberlausitz.

Am Neujahrstag lockern die Wolken in der Westhälfte mehr und mehr auf, während es im Osten bei trübem Wetter noch etwas Regen oder Schneefall gibt. Maximal werden dann -1 Grad in Ostbrandenburg und +8 Grad im Raum Aachen erreicht.

Wahrscheinlich unvergessen bleibt aus meteorologischer Sicht die Silvesternacht 1978/1979, als quer über Deutschland eine markante Luftmassengrenze lag. Dabei gab es im Norden und der Mitte Schneesturm bei bis unter -20 Grad (z.B. Köln -15 Grad, Erfurt -20 Grad), während es im Süden bei milden +9 Grad (München) regnete.

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