Wenn Tolkiens Wölfe heulen

Thomas Wilms heißt der zukünftige Zoodirektor des Allwetterzoos Fünf-Timberwölfe_AWZ-MS_Presseund als neuer „Herr der Tiere“, bekommt er vom amtierenden Zoodirektor Jörg Adler, ein fix und fertiges Wolfsgehege mit wölfischen Gefährten aus dem Saerbecker Tierpark und dem Parc Zoologique & Botanique Mulhouse Alsace (Frankreich).

Die fünf jungen Timberwölfe Aragon, Boromir, Gandalf, Gimli und Legolas streifen und toben nun gemeinsam im Zoo, innerhalb der Wolfsanlage im Kinder- und Pferdepark des Zoos. Allabendlich ist ein mystisches Geheul der Wölfe bis weit über die Zoogrenzen hinaus zu hören, aber ob sie nun in Französisch oder Deutsch heulen, konnte noch nicht erforscht werden. 😉

„Das Zusammenführen der fünf Rüden hätte nicht besser verlaufen können“, freut sich Kurator Dr. Dirk Wewers. „Mittlerweile hat sich die Gruppe komplett gemischt…“ und „Wir können die Fünf gut auseinander halten“, erklärt Tierpfleger Alexander Dietrich. „Die beiden Franzosen sind im Gesicht etwas heller und haben ein eher rötlich schimmerndes Fell, während die drei Münsterländer insgesamt dunkler gezeichnet sind.“

Timberwölfe-rennend-AWZ-MS_PresseDass die fünf Neuzugänge nach den Hauptfiguren aus J. R. R. Tolkien „Herr der Ringe“ benannt sind, ist einfach erklärt: die beiden „hellen“ Franzosen heißen Gandalf und Legolas, beide geboren im April 2015, und die Münsterländer Aragon, Boromir und Gimli, die im Mai 2015 geboren wurden, haben bedingt durch ihre Rasse, etwas mystisches an sich. „Das die Namen aus dem Fantasy-Roman entnommen wurden,“ schmunzelt Wewers, „hatte ausschlaggebend damit zu tun, dass Aragon bereits in Saerbeck Aragon gerufen wurde. Das gräuliche Gesicht von Gandalf erinnerte uns schnell an den Zauberer. Und so ging es dann weiter …“

Der Timberwolf ist eine Unterart der Wölfe. Er besitzt eine sehr variable Fellfarbe von weiß bis schwarz, meist jedoch braun. Ursprünglich war er vor allem in Nordamerika verbreitet, heute findet man ihn nur noch in Südostkanada und im Osten der USA. Er lebt bevorzugt in dichten Nadelwäldern.

Der Allwetterzoo Münster kooperiert seit 2015 mit dem Wolfsprojekt des NABU NRW im Rahmen der NRW-Partnerzoo-Initiative. So laden zum Beispiel immer am 30. April, Zoo und NABU, zu „Willkommen Wolf!“ ein.

Unser Tipp: Eine Wolfspatenschaft macht sich sehr gut unter dem Weihnachtsbaum. Ein außergewöhnliches und nachhaltiges Geschenk ist die Patenschaft für diese wunderbaren Tiere. Tierpaten werden zu einem speziellen Tierpatentag in den Allwetterzoo eingeladen und nach einer persönlichen Begrüßung durch den Zoodirektor, mit einem ganz speziellen Patenprogramm den Tieren näher gebracht.

Mehr zu Tierpatenschaften unter: http://www.allwetterzoo.de/tierpaten/tierpaten.php?activemenu=paten&sub=h