Die Wahrheit über die AfD Absage

Am gestrigen Nachmittag wurde der AfD in Münster ein Schreiben des Tagungshotels „Gut Havighorst“. mittels Fax, E-Mail und Boten übermittelt. Es war eine außerordentliche fristlose Kündigung für die Anmietung der Räumlichkeiten des Tagungshotels. Man distanzierte sich in dem Schreiben von dem vorher getroffenen Angebot, da ein verbindlicher Vertrag nicht zustande gekommen sei. Anfragepartner sei der AfD Kreisverband Münster gewesen und von dort nicht bestätigt worden. Lediglich eine E-Mail sei von der „Jungen Alternative“ aus Düsseldorf eingegangen, dessen Vertretungsbefugnis jedoch angezweifelt wurde, teilte das Unternehmen mit.

Bei der Anmietung war ebenfalls die Rede von einer Vortragsveranstaltung mit etwa 200 Personen. Tatsächlich handele es sich jedoch um eine öffentliche Veranstaltung mit einer nach oben ungewissen, aber weit höherer Teilnehmerzahl. Noch dazu hätten Personal, Gäste, Nachbarn und Tiere, durch die große Anzahl an Demonstranten gefährdet werden können.

In der Begründung steht weiterhin:
„Seitens des Polizeipräsidiums Münster wurde uns mitgeteilt, dass es sich bei dieser Veranstaltung um eine öffentliche Veranstaltung handelt, zu der jedermann Zutritt hat. Die Polizei sei nicht berechtigt, Personen den Zugang zu dieser Veranstaltung zu unterbinden. Angesichts der großen Anzahl der erwarteten Demonstranten, der aus den Medien ersichtlichen öffentlichen aufgeregten Diskussion und den dort erfolgten Warnungen vor radikalen Aktionen ist mit erheblichen Störungen, Ausschreitungen und öffentlichem Aufruhr zu rechnen.

Damit tritt eine Situation und Gefahrenlage ein, die auch aus polizeilicher Sicht nicht vorhersehbar und nicht beherrschbar ist.“ (Das Schreiben liegt uns vollständig vor)
Auf Nachfrage bei der Polizei in Münster konnte der letzte Teil dieser Aussage nicht bestätigt werden.

Auch wir wollten uns am gestrigen Abend von der Situation vor Ort ein Bild machen und trafen auf ein geschlossenes Tor des Tagungshotels, vor dem Helmut Birke, der Sprecher des Vorstands der AfD Münster stand. Er gab Journalisten und Bürgern bereitwillig Auskunft über die Gründe der Veranstaltungsabsage und belegte dies mit dem übermittelten Schreiben des Tagungshotels.

Die Mehrzahl der Bürger sahen die Entwicklung der Geschehnisse sehr besorgniserregend und unter demokratischen Gesichtspunkten sogar äußerst traurig und schockierend.

Der Tenor der nicht demonstrierenden Bürgerschaft lautete, „Gegen vernünftige Demonstrationen und Meinungsäußerungen ist ganz bestimmt nichts einzuwenden und bei gesellschaftsspaltenden Themen durchaus notwendig. Trotzdem haben Drohungen, Gewalt und Beleidigungen ebenso keine Berechtigung wie menschenverachtende Äußerungen. Nur durch einen souveränen Dialog ist ein friedliches Zusammenleben aller Menschen möglich. Vorurteile und Diskriminierungen helfen dabei jedoch nicht. „

Tatbestände für vorliegende Drohungen konnten wir bei unseren Recherchen nicht nachweisen und sind darüber sehr froh. Nach der Absage der Veranstaltung erhielt die Geschäftsführerin des Tagungshotels einige positive Reaktionen aus dem Umfeld von Personal und Nachbarschaft.