Zoll entdeckt 140 kg Haschisch und Marihuana in einem Pkw

Einen wahren Überraschungscoup zum neuen Jahr gelang den Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamtes Münster. Am Dienstagabend (12.01.) kontrollierten sie auf der Bundesstraße 54 bei Gronau ein aus den Niederlandes kommenden Auto.

Der Fahrer war ein 70-jähriger Niederländer aus Amsterdam, der auf Befragen zunächst angab, dass es sich bei den Pappkartons auf dem Rücksitz um Bücher handele, bevor er schließlich den Beamten den wahren Inhalt gestand.

Weil der Kofferraum des Mietwagens bereits mit zahlreichen, schwarzen Säcken voller Marihuana zum Bersten voll war, die auch stark danach rochen, stapelten sich zusätzlich Pappkartons, gefüllt mit gepresstem Haschisch, auf der Rücksitzbank.

Ein Aufgriff, der sich sehen lassen konnte! Die Zöllner fanden insgesamt 71 kg Marihuana sowie 69 kg Haschisch mit einem Schwarzmarktwert von rund 1,4 Millionen Euro.

Beamte des Zollfahndungsamtes Essen übernahmen den Fall und begleiteten inkognito den Beschuldigten gesichert nach Münster, wo er angeblich die Drogen an einen weiteren Mittelsmann übergeben sollte. Dieser tauchte nie auf. Ob dies nur eine Legende des Niederländers war, ob noch andere Täter involviert sind/waren oder für wen die Drogen tatsächlich bestimmt waren ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen des Fahndungsamtes Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Münster.

Der Niederländer wurde dem Haftrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster Haftbefehl erließ. Die Ermittlungen dauern an.