Tragetücher sind Kulturübergreifend

Mit Tragetüchern wird unsere Welt ein Stück bunter, sie sind gut für Kinder und sorgen für kulturübergreifenden Austausch zwischen Eltern. Den Beweis erbrachten die Trageberaterin Jana Meiners und Kangatrainerin Julia Diehl bei der Übergabe selbst genähter Tragetücher an Bewohnerinnen der städtischen Flüchtlingsunterkunft Schaumburgstraße. Tücher und Ringe zur Herstellung der Trageslings hatten zwei Firmen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Kinder fühlen sich pudelwohl im Tuch so nah bei Mama oder Papa. Der direkte Kontakt hilft bei so manchem Wehwehchen und wirkt beruhigend in schwierigen emotionalen Situationen. Das zeigte sich auch beim Treffen in der Unterkunft, das in Abstimmung mit dem Sozialdienst für Flüchtlinge zustande gekommen war. “In Syrien habe ich meine Kinder, als sie klein waren, gerne im Tuch getragen”, berichtete eine Bewohnerin. “Ich hoffe, irgendwann können meine Enkelkinder im Tuch durch Damaskus getragen werden.”

Sozialarbeiterin Dihia Wegmann, die Leiterin der Einrichtung, würde sich über weitere Tuchspenden für geflüchtete Familien freuen. Julia Diehl und Jana Meiners haben noch viele Ringe. Wenn Tücher gespendet werden, verarbeiten sie diese zu weiteren Trageslings. “Unterstützung beim Nähen ist ebenfalls willkommen, und natürlich gilt das auch für fertige Tragehilfen.” Wer die Aktion unterstützen möchte, meldet sich bei Jana Meiners (info@rundumfamilie.com) oder Julia Diehl (julia.diehl@kangatraining.de).