Tagesarchive: 22. März 2016

Steigende Grundstückspreise bei niedrigem Angebot

Berlin, München oder Düsseldorf überall steigen die Grundstückpreise. Es handelt sich auch um Großstädte, die sehr beliebt sind. Wie passt da Münster in dieses Bild. Wer meint, dass nur Großstädte beliebt bei den Wohnungssuchenden sind, der irrt. Schon ein Blick auf Bonn zeigt schnell, auch Städte mit ca. 300.000 “leiden” unter schnell steigende Immobilienpreise.

Daher wundert es nicht, dass der Immobilienmarkt in Münster wie in den Vorjahren auch 2015 von weiter deutlich steigenden Preisen geprägt war. Außerdem wurden mit knapp 2.500 Kaufverträgen deutlich weniger Verträge registriert als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Dies geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht hervor, den der Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Münster, Michael Tegtmeier, jetzt vorstellte.

Der Gutachterausschuss hat für den Bericht alle Kaufverträge aus dem Stadtgebiet Münster erfasst und ausgewertet. Das waren rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr. “Das liegt nicht nur am knapper werdenden Angebot in den verschiedenen Teilmärkten, sondern sicher auch daran, dass im Vorjahr die Grunderwerbsteuer in NRW kräftig angehoben wurde. Viele potenzielle Käufer haben daher ihren geplanten Kauf in das Jahr 2014 vorgezogen”, erläutert Michael Tegtmeier.

Besonders stark ist der Rückgang bei den unbebauten Grundstücken. Mit nur 220 Grundstücken für Einfamilienhäuser wurden nochmals 45 Grundstücke weniger als 2014 verkauft. Dafür sind die Preise deutlich um zehn bis 20 Prozent gestiegen. Der Anteil der städtischen Verkäufe ist seit Jahren niedrig und liegt mit 43 Verträgen auf dem Vorjahresniveau.

Ebenso stark ist der Rückgang bei den bebauten Grundstücken. So wechselten rund 650 Ein- und Zweifamilienhäuser den Besitzer. Dieser Wert liegt zwar nur leicht unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, bedeutet aber dennoch einen Rückgang um rund 170 Verträge gegenüber 2014. Freistehende Einfamilienhäuser kosteten 2015 im Mittel rund 410.000 Euro, typische Doppelhaushälften lagen zwischen 190.000 und 475.000 Euro, Reihenhäuser gab es für 155.000 bis 375.000 Euro. Die Preise stiegen gegenüber 2014 um rund 4 Prozent, bei den Mehrfamilienhäusern um rund 8 Prozent. Hier wurde mit 76 Verträgen ein ähnlicher Wert wie 2014 registriert, allerdings liegt die Zahl der verkauften Objekte weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Auch bei den Eigentumswohnungen registrierte der Gutachterausschuss deutlich niedrigere Verkaufszahlen als 2014. Mit rund 1.250 Verträgen waren dies über 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Beim Ersterwerb hält der Trend zu den hochpreisigen Wohnungen weiterhin an. Während vor fünf Jahren erst 1,5 Prozent der Neubauwohnungen für über 4.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verkauft wurden, liegt dieser Anteil aktuell bei 47 Prozent. Im Durchschnitt kosteten 2015 neue Eigentumswohnungen gut 3.800 Euro pro Quadratmeter. Gebrauchte Wohnungen waren deutlich günstiger zu haben: von rund 1.500 Euro pro Quadratmeter in den äußeren Stadtteilen bis zu 3.100 Euro im zentrumsnahen Bereich. Beim Ersterwerb wurde im Schnitt eine Preissteigerung von 2 Prozent, bei den gebrauchten Wohnungen von 5 Prozent verzeichnet.

Der in den letzten Jahren anhaltende Trend zu höheren Grundstückspreisen und besonders die kräftige Preissteigerung im abgelaufenen Jahr war Anlass für den Gutachterausschuss, die Bodenrichtwerte, die jährlich für unbebaute Grundstücke beschlossen werden, nochmals spürbar anzuheben: in den äußeren Stadtteilen in der Regel um 10 Prozent, im Zentrum und den zentrumsnahen Stadtteilen um 20 Prozent, teilweise auch mehr.

Sämtliche aktuellen Zahlen enthält der Grundstücksmarktbericht 2016. Diesen gibt es ab 24. März für 28 Euro im Kundenzentrum im Stadthaus 3, Albersloher Weg 33 und in der Münster-Information im Stadthaus 1, Heinrich-Brüning-Straße. Die Bodenrichtwertkarte, die die aktuellen durchschnittlichen Grundstückswerte enthält, ist dort ebenfalls zum Preis von 28 Euro erhältlich.

Unter der Internet-Adresse www.boris.nrw.de können Bodenrichtwerte für ganz Nordrhein-Westfalen und durchschnittliche Immobilienpreise für einen großen Teil des Landes abgefragt werden. Es gibt außerdem eine kostenfreie Ausgabe des Grundstücksmarktberichtes zum Download. Auch die übrigen Daten zur Wertermittlung werden seit diesem Jahr kostenfrei abgegeben. Ab sofort sind die Daten auch unter www.stadt-muenster.de/gutachter abrufbar.

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