Wegekette im Kreuzviertel schließt sich

Für viele Menschen sind parkende Autos vor Bordsteinabsenkungen, gedankenlos in den Weg gestellte Fahrräder oder Straßen mit Kopfsteinpflaster (noch) kein Problem, aber auch wir werden älter oder können schnell zu einer ernsthaften Behinderung kommen.  Und dann werden wir ebenfalls wie Senioren und Menschen mit Handikaps plötzlich durch diese Barrieren in der Mobilität ausgebremst. An stolperarmen Wegeketten im Kreuzviertel arbeiten seit einigen Monaten das Tiefbauamt und Studierende der Universität. In diesen Tagen setzen sie ihr Projekt an der Kleimannstraße fort.

In Richtung Promenade wird an der Kleimannstraße eine Furt aus fein geschnittenen Steinen angelegt. Sie führt über das grobe Großpflaster und macht das Wechseln der Straßenseite künftig leichter.

„Wegeketten“ ist das Projekt zwischen Stadt und dem Institut für Geographie übertitelt und meint die Folge der täglichen kleinen Wege im Viertel zum Einkauf, zur Haltestelle, zum Spaziergang. Bewohner von Seniorenheimen und Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen hatten problematische Stellen benannt, die nach und nach von den Projektpartnern unter die Lupe genommen werden.

Bereits 2015 umgesetzt ist eine barrierefreie Wegekette auf der Studtstraße Richtung Buddenturm. Abgesenkte Bordsteine sorgen hier dafür, dass neben Rollis auch Kinderwagen gut vorankommen. Diese Maßnahme steht noch im Frühjahr auch für die Einmündung Schulstraße / Lazarettstraße an. Zusätzlich wird hier der Gehweg verbreitert. Radfahrer finden darüber hinaus demnächst in zwei neuen Fahrradanlehnbügeln eine gute Alternative, um ihre Räder sicher und nicht behindernd abstellen zu können.