Alkoholkontrolle im Vorbeifahren

Unsere Straßen werden in naher Zukunft deutlich leerer werden. Denn künftig werden nicht nur Raser für ihre Temposünden zur Rechenschaft gezogen, sondern auch fast alle Verkehrsteilnehmer, die zu viel Alkohol getrunken haben.

Möglich wird dies durch eine Molekülmessung des Fahrgastinnenraums bei Fahrzeugen. Während das Fahrzeug eine mehrfache Terahertz-Laser-Spiegel-Messanlage durchfährt, werden die Alkoholmoleküle im Fahrzeug gemessen, und lösen bei entsprechender Menge ein Alarm- bzw. Fotosignal aus.

Die Idee stammt aus Polen und wurde nun an der Universität Warschau zur Serienreife entwickelt. Das Prinzip dieser Entwicklung beruht auf der schon lange bekannten lasergestützten „Stand Off Detection“, welche in der Lage ist, Gase, Duftstoffe und Sprengstoffe zu identifizieren.

Bei diversen Tests konnten Alkoholmengen von 0,1 Promille sicher entdeckt werden. Waren aber mehrere Personen im Fahrzeug alkoholisiert, oder die Fenster geöffnet, gab es keine Chance der Auswertung, ähnlich wie bei Cabriofahrzeugen.

Dennoch wird die Technik verfeinert und für den Luftverkehrsbereich vorbereitet. Mit der „Stand Off Detection“ werden Flughäfen und Flugzeuge extrem sicher. Wissenschaftler halten selbst eine Erkennung von schweren Krankheiten wie einem bevorstehenden Herzinfarkt für möglich.

Münsteraner können indes aufatmen, eine elektronische Erkennung von alkoholisierten Fahrradnutzern ist derzeit noch nicht absehbar. Dennoch gefährden Verkehrsteilnehmer mit steigendem Alkoholkonsum nicht nur sich selbst, sondern auch alle Anderen.