Erneut Brand in Hiltruper Flüchtlingsunterkunft

Es sind traurige Nachrichten aus einem Stadtteil, der 1975 zu Münster eingemeindet wurde, und sich danach als bodenständig, weltoffen und fair präsentierte. Doch drei fremdenfeindliche Angriffe innerhalb kurzer Zeit vermitteln in den Medien nach und nach ein anderes Bild, und es bleibt zu hoffen, dass sich der Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung nicht bestätigt.  Denn die geflüchtetenden Menschen wollen nach den anstrengenden und lebensbedrohlichen Wegen ihrer Flucht, endlich Sicherheit und Frieden finden.

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Situation an der Flüchtlingsunterkunft um 4.35 Uhr am heutigen Samstag.

In der gestrigen Nacht von Freitag auf Samstag (4.6., 01:37 Uhr) bemerkten aufmerksame Anwohner der Westfalenstraße Feuerschein und Rauch aus einer geplanten Flüchtlingsunterkunft. Sie verständigten sofort die Rettungskräfte. Die Feuerwehr löschte die Flammen, der entstandene Schaden, liegt nach ersten Schätzungen, im sechsstelligen Eurobereich.

“Nach ersten Erkenntnissen ist der Brand im Technikraum des Gebäudes entstanden”, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. “Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass unbekannte Täter den Brand im Erdgeschoß der Unterkunft vorsätzlich gelegt haben. Möglicherweise haben sie sich durch ein Fenster an der Rückseite gewaltsam Zutritt verschafft.”

Der Staatsschutz der Polizei in Münster hat die Ermittlungen aufgenommen, und prüft Zusammenhänge zu der Brandstiftung Ende April und der Sachbeschädigung an einer Flüchtlingsunterkunft in der unmittelbaren Umgebung am Freitag (3.6.). Ein Brandsachverständiger wird im Laufe des Tages den Brandort begutachten.

Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0251 275-0 zu melden.