Kostenlos Obst und Gemüse für Schüler

Die Schüler einer Grunschulklasse mit Körben und Schüsseln in den Händen fruit-700007_960_720stürmt auf Peter S. zu, als er am Morgen den Hof einer Grundschule im südlichen Teil Münsters betritt. Zwei Kisten Äpfel, zwei Kisten Weintrauben und eine große Kiste Bananen karrt der Lebensmittelhändler in die Schule. Strahlende Kinderaugen und gesundes Obst, das Schulobst-Programm des Landes und der EU ist ein echter Renner, so wie an vielen weiteren Schulen im Land NRW. Und da das Programm so gut angenommen wird, erweitert nun das Land NRW das Schulobst- und -gemüseprogramm.

Rund 16.000 Schulkinder werden nach den Sommerferien neu in das Programm aufgenommen. Ab dem Schuljahr 2016/2017 erhalten damit über 1.100 Grund- und Förderschulen mit etwa 225.000 Schulkindern in Nordrhein-Westfalen kostenloses Obst und Gemüse. “Das Schulobst- und Gemüseprogramm setzt seinen Erfolgskurs auch im neuen Schuljahr weiter fort. Die Begeisterung für das Programm ist bei Schulkindern, den Lehrkräften und den Eltern weiterhin groß”, erklärte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. “Das häufig aus der Region stammende, kostenlos angebotene und im Klassenverband mit allen Kindern frisch verzehrte Obst und Gemüse führt insgesamt und längerfristig zu einem höheren Gemüse- und Obstverzehr bei Kindern.”

03. Juni 2016_Ausstellung_Märchen_Allwetterzoo_1904Schulministerin Sylvia Löhrmann freut sich über das Interesse der Schulen: “Die Anmeldungen für das kommende Schuljahr zeigen: Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die während der Schulzeit frische und gesunde Lebensmittel zu sich nehmen, steigt. Obst und Gemüse sind dabei nicht nur schmackhafte Zwischenmahlzeiten, die sich förderlich auf das Lernen auswirken können. Zusätzliche pädagogische Materialien unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer dabei, den Kindern auf nachhaltige Weise Kenntnisse rund um das Thema Ernährung zu vermitteln.”

Bis zum 15. April 2016 konnten sich interessierte Grund- und Förderschulen aus Nordrhein-Westfalen für die Aufnahme in das Programm bewerben. Das Interesse war weiterhin hoch und es konnten wieder viele Schülerinnen und Schüler neu aufgenommen werden.

Die Rückmeldungen von den bereits teilnehmenden Logo-Schulobst_NRW_gross_Schulen zeigen, dass alle Teilnehmer zufrieden mit dem Programm sind. Auch die Portionsgröße von dreimal pro Woche 100 Gramm pro Kind wird von den meisten Schulen als richtig eingestuft. Fast alle wünschen eine dauerhafte Durchführung des Programms. Den Regionalbezug bewerten die Schulen mit 85 Prozent und den Bioanteil an Obst und Gemüse mit 68 Prozent mit gut bis sehr gut. Auch der Wissenszuwachs der Schulkinder durch die begleitenden pädagogischen Maßnahmen wird zu 81 Prozent als gut bis sehr gut eingeschätzt. Insgesamt wird dem Programm von den Schulen eine hohe Wirksamkeit bei geringem bürokratischem Aufwand zugeschrieben.

Lieferanten klagen jedoch über große Probleme. Sie müssen Vorgaben von zwei Behörden  erfüllen. Einmal das Land und dann noch die der EU. Dieser hohe Verwaltungsaufwand gefährdet die Kostendeckung der Betriebe.

Das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm NRW wird seit dem Frühjahr 2010 vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Alle Schulen, die am NRW-Schulobstprogramm teilnehmen, werden auf der Projektwebsite www.schulobst.nrw.de veröffentlicht. Die Internetseite bietet alle Informationen rund um das Programm und dient auch als “Kontaktbörse”, so dass Schulen und Schulobstlieferanten in Kontakt treten und die Abwicklung des Programms organisieren können.

www.umwelt.nrw.de/verbraucherschutz-ernaehrung/gesunde-ernaehrung/schulobstprogramm-nrw/