1 663 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften wurden 2015 in NRW geschlossen

Seit 2001 gibt es die Eingetragene Lebenspartnerschaft. Die rechtliche Umschreibung für eine gleichgeschlechtliche Ehe. Auch wenn sie noch verbesserungsbedürftig ist, kann wohl von einem Erfolgsmodell gesprochen werden.

Im Jahr 2015 wurden in den nordrhein-westfälischen Standesämtern 1 663 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften beurkundet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 3,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2014: 1 715). Seit dem Jahr 2014 werden entsprechende Daten im Rahmen der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung bei den Standesämtern erhoben.

Frauen trauten sich eher als Männer. 857 weibliche und 806 männliche Paare gaben sich 2015 in Nordrhein-Westfalen das “Ja-Wort”. Frauen waren bei den im Jahr 2015 in Nordrhein-Westfalen begründeten gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften im Durchschnitt 40,6 Jahre, Männer 43,4 Jahre alt. Eheschließende waren dagegen zum Zeitpunkt der standesamtlichen Trauung mit 34,5 bzw. 37,3 Jahren um etwa sechs Jahre jünger. Der Altersunterschied der Lebenspartner lag bei 30 Prozent der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften zwischen zwei bis unter fünf Jahren.

Bei 85 Prozent der im vergangenen Jahr beurkundeten gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften besaßen beide Personen die deutsche Staatsangehörigkeit. In 1,7 Prozent der Fälle waren beide Partnerinnen bzw. Partner Ausländer.

Die landesweit höchste Zahl an neu begründeten gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften wies auch im Jahr 2015 die Stadt Köln mit 275 Fällen auf. Auf den weiteren Plätzen lagen Düsseldorf (115) und Essen (72). Die niedrigsten Werte ermittelten die Statistiker für den Kreis Höxter (5) sowie für die Stadt Bottrop und den Kreis Olpe (jeweils 7).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, gab es nach den Ergebnissen des Mikrozensus in NRW im Jahr 2015 insgesamt 22 000 eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.