Münster bekommt Zentrum für digitale Wirtschaft

Viele Bereiche spielen sich im zunehmenden Maß in der digitalengears-776679_640 Welt ab. So gehören E-Commerce, elektronisch gesteuerte Mechanisierung, 3D-Druck, Social Media Netzwerke und weitere E- Innovationen zur veränderten Geschäftswelt. Angesichts der digitalen Transformation der Wirtschaft, stellen sie eine große Herausforderung in der Zukunft dar. Diese Trends gehen auch am Münsterland nicht vorbei.

Im Wettbewerb um die Auswahl der Standorte für die „Zentren für Digitale Wirtschaft“, stehen die Gewinner der Förderungen nun fest: Neben Aachen, Bonn, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet, wird eines der „Zentren für Digitale Wirtschaft“ in Münster entstehen. Insgesamt werden diese sogenannten DWNRW-Hubs mit bis zu 12,5 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

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Hub-Partner sind gemeinsam stark – Bild: M. Rühle

Partner aus der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft zählen zu den Unterstützern des „Hub MSland.digital“, darunter auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaften aller Kreise, Münster Marketing, IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer sowie die WWU Universität und Fachhochschule Münster. Vor allem die Sparkassen im Münsterland leisten einen großen Beitrag, neben weiteren Unternehmen, zum digitalen Wandel der pulsierenden Region.

Mit den Geldern werden Projekte im persönlichen Austausch durch Betriebe genutzt, die dann temporär gemeinsam als „Digitales Hub“ fungieren. Dieser Hub wird dann über ein zentrales Kompetenzzentrum in Münster gesteuert, in dem alle Fäden zusammen laufen.

Startups haben somit eine Schnittstelle zu bestehenden Wirtschaftsunternehmen im Mittelstand und umgekehrt, um sich auszutauschen, und Produkte zum Beispiel auf Marktfähigkeit zu prüfen.

Oberbürgermeister Markus Lewe ist stolz auf dieses weit in´s Münsterland reichende Projekt, “Das ist ein großer Erfolg für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Münsterlandes. Hier werden Weichen gestellt für kreative Menschen.”

Thomas Marquardt, der Münsteraner Landtagsabgeordnete, freut sich über die erfolgreiche Bewerbung seiner Heimatstadt und sein Engagement bei der Veranstaltung der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK), die auf seine Initiative hin im August vergangenen Jahres durchgeführt wurde. Dort hatte der Wirtschaftsminister die Stärken des Standortes Münster hervorgehoben und dafür geworben, sich zu bewerben.

Den Prozess zur Realisierung eines „Digitalen Hub“ hatten die Wirtschaftsförderung Münster GmbH und die Technologieförderung Münster GmbH angestoßen als bekannt wurde, dass das Land eine solche Einrichtung finanziell fördern würde. Mehr als 80 Partner aus dem Münsterland haben sich von der Idee des „Digitalen Hub“ begeistern lassen und beabsichtigen das Vorhaben zu unterstützen. Darüber hinaus war es der WFM und der TFM gelungen, Finanzierungszusagen in Höhe von etwas mehr als einer Million Euro einzuholen.

„In einem nächsten Schritt sind die Standorte gefordert, einen endgültigen Förderantrag einzureichen, um damit die Förderung für drei Jahre zu erhalten. Zudem besteht eine Verlängerungsmöglichkeit von zwei Jahren. Dabei beteiligen sich die Regionen selbst mit einem Eigenanteil in gleicher Höhe“, erklärt Marquardt abschließend das weitere Verfahren.