Tagesarchive: 24. August 2016

Der Samstag zieht die Leute in die Innenstädte

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Jens von Lengerke und Michael Radau bei der Vorstellung der Zahlen – Foto Till Leckebusch

Die Mittelzentren im Münsterland haben ihre Anziehungskraft auf die Menschen nicht verloren. Das ist das zentrale Ergebnis der Passantenzählung, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen im Frühsommer in 20 Mittelzentren der Region durchführte. „Die Menschen kommen nach wie vor in die Innenstädte, und zwar nicht nur nach Münster“, resümierte Michael Radau, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses, gestern (23. August) bei der Vorstellung der Zählung. Radau betonte dabei die wichtige Rolle des stationären Einzelhandels für den Erhalt lebendiger Stadtzentren. „Wenn es uns gelingt, den Menschen Einkaufserlebnisse zu verschaffen, werden sie auch künftig in die Innenstädte kommen“, ist er sich sicher.

Gezählt hat die IHK zeitgleich an zwei Tagen an jeweils zwei Standorten in den Innenstädten – genau wie 2014. „Wir wollen vor allem langfristig beobachten, wie sich die Anziehungskraft der Mittelzentren entwickelt“, erklärte Radau. Die entscheidende Frage formulierte der IHK-Vizepräsident und Unternehmer so: „Schwächt der wachsende Onlinehandel den stationären Einzelhandel und damit die Attraktivität der Innenstädte?“

Die Ergebnisse der aktuellen Erhebung stimmen Radau „vorsichtig optimistisch“. Zwar seien sie nicht direkt mit denen von 2014 vergleichbar. „Jede Zählung ist immer nur eine Momentaufnahme“, betonte er. Doch unterm Strich liegen die Zahlen wie vor zwei Jahren auf einem guten Niveau. „Eine negative Entwicklung ist nicht abzulesen“, sagte er. Das Internet halte die Menschen offensichtlich nicht davon ab, die Innenstädte zu besuchen. „Das ist eine gute Nachricht“, betonte Radau und ergänzte: „Noch haben wir sehr starke und attraktive Mittelzentren.“ Allerdings sage die Passantenzahl natürlich noch nichts über die Kaufbereitschaft oder tatsächlich getätigte Einkäufe.

Zweites zentrales Ergebnis der aktuellen Zählung: Der Samstag hat seine Stellung als stärkster Einkaufstag ausgebaut. „Alles über 1.300 Passanten pro Stunde an einem Samstag gilt in Mittelzentren als sehr guter Wert“, sagte Radau. Diese Marke wurde immerhin an 13 von 40 Zählstandorten übertroffen – zum Teil sogar deutlich. Wochenmärkte, Sonderaktionen und Veranstaltungen beflügelten insbesondere das Samstagsgeschäft. Radau: „Wenn etwas in der Stadt los ist, dann kommen die Menschen auch.“

Auch die im Vergleich zur ersten Erhebung leicht schwächeren Ergebnisse für den Donnerstag sind für Radau ein Hinweis darauf, dass der Samstag zu Lasten der übrigen Werktage zugelegt hat. „Am Samstag haben die Menschen Zeit für die Stadt. Sie wollen entspannt einkaufen, sich mit Freunden treffen, im Café sitzen, etwas erleben“, spricht er von einem Wandel bei den Verbrauchergewohnheiten. Insbesondere die Einzelhändler stünden vor der Herausforderung, Anreize zu bieten. Dafür brauchten sie die Unterstützung von Politik und Verwaltung, auch, wenn es um die Genehmigung verkaufsoffener Sonntage im Zusammenhang mit Stadt- und Brauchtumsfesten gehe. „Wer lebens- und erlebenswerte Zentren erhalten will, muss den innerstädtischen Handel stärken“, so Radau.

Die IHK-Passantenfrequenz-Zählungen wurden am 2. Juni (Donnerstag) und am 4. Juni (Samstag) im Münsterland durchgeführt in: Ahaus, Ahlen, Beckum, Bocholt, Borken, Coesfeld, Dülmen, Emsdetten, Greven, Gronau, Ibbenbüren, Lengerich, Lüdinghausen, Ochtrup, Oelde, Rheine, Stadtlohn, Steinfurt, Vreden und Warendorf

Foto Till Leckebusch

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