Neues Parkhaus für Münsters Studenten

Das Parken an der Mensa II glich in den letzten Monaten einem Ratespiel, wohin mit dem Auto. Doch endlich zum neuen Wintersemester hat das Parkplatzsuchen ein Ende. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) hat Montagmorgen das neue Parkhaus am Coesfelder Kreuz an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster übergeben. Das nach anderthalb Jahren Bauzeit entstandene Parkhaus bietet rund 150 Stellplätze mehr als das alte und zeichnet sich durch seine streifenförmige Aluminiumfassade aus. Die Kosten des Gesamtprojekts, für das der BLB NRW verantwortlich zeichnet, belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro.

Das neue Parkhaus bietet auf acht Ebenen Raum für insgesamt 1016 Stellplätze – darunter 45 barrierefreie Parkplätze (verteilt auf Ebene 0 und 2) und 44 Frauenparkplätze (auf Ebene 0). Die Gesamtkapazität gegenüber dem alten Parkhaus erhöht sich damit um knapp 150 Parkplätz und trägt der in den letzten Jahren gestiegenen Beschäftigtenzahl der umliegenden Hochschuleinrichtungen im naturwissenschaftlichen Zentrum der Universität Rechnung.

Die Fassade des neuen Parkhauses wurde nach dem Entwurf des Architekturbüros hartig | wömpner architekten BDA aus Münster errichtet. Das Büro ging als Sieger aus einem Wettbewerb hervor, den der BLB NRW für die Gestaltung der Fassade an dieser innerstädtisch bedeutsamen Lage ausgelobt hatte und dessen Jury aus Vertretern der Stadt, der Universität und des BLB NRW sowie freien Architekten bestand.

Mit ihrem nun verwirklichten Entwurf haben sich die Architekten an den Kriterien des Exterieur-Designs der Automobilindustrie orientiert: horizontal verlaufende Bleche wurden in unterschiedlichen Winkeln schräg zueinander gestellt, wodurch nach außen hin ein dynamisches Spiel aus Licht und Schatten entsteht. Gleichzeitig lenken die geneigten Bleche Tageslicht in den Innenraum des Parkhauses. In Anlehnung an die serielle Produktion der Automobilindustrie bestehen die Fassadenelemente aus pulverbeschichteten Aluminiumblechen.