180 neue Arbeitsplätze für Münster

Unternehmensgruppe baut den Standort Münster weiter aus. Ein Anbieter von Kundendialogprozessen will seine Belegschaft bis zum Jahresende um rund 60 Prozent auf ca. 500 Mitarbeiter aufstocken. Für das neue Projekt eines renommierten Kunden aus dem TV-Bereich sucht das Unternehmen derzeit weitere 180 Kundenbetreuer. Zugleich investiert sie innerhalb der nächsten zwölf Monate einen mittleren sechsstelligen Betrag in das Iduna-Hochhaus am Servatiiplatz, wo die Gesellschaft in den sieben obersten Etagen als Ankermieter fungiert.

 

„In Münster schreiben wir ein neues Kapitel unserer Unternehmensgeschichte”, sagt Oliver Schoenstein, Standortleiter der D+S communication center Münster GmbH. Bis zum Jahresende soll die Belegschaft von derzeit 320 Mitarbeitern auf dann rund 500 ausgebaut werden. Der Grund für den erhöhten Personalbedarf liegt im stetigen Anwachsen der Kundenbasis: Seit Jahren verzeichnet das Unternehmen eine steigende Nachfrage nach Dienstleistungen, in deren Mittelpunkt die Betreuung von Kunden via Telefon, E-Mail und klassischer Post steht.

 

Schon jetzt werden alle zwei Wochen spezielle Schulungsprogramme für neue Mitarbeiter abgehalten. Der Bedarf ist damit noch nicht gedeckt: „Wir suchen weiterhin nach Menschen, die Lust auf eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit mit direktem Kundenkontakt haben“, erklärt Schoenstein. „Wir haben ein bunt durchmischtes Team mit erstklassigen Kollegen, das Verstärkung benötigt.“ Konkret werde Unterstützung für das neue Projekt eines namhaften deutschen Pay-TV-Anbieters und für die Betreuung diverser Energieversorger gesucht.

 

Ende der 1950er Jahre entstehen auch in Münster die ersten Hochhäuser. Am Servatiiplatz erhebt sich das Gebäude der Iduna-Germania-Versicherung. Im September 1960 hat es seine volle Höhe von zwölf Geschossen fast erreicht. Foto: Stadt Münster/Sammlung Hänscheid.

Ende der 1950er Jahre entstehen auch in Münster die ersten Hochhäuser. Am Servatiiplatz erhebt sich das Gebäude der Iduna-Germania-Versicherung. Im September 1960 hat es seine volle Höhe von zwölf Geschossen fast erreicht. – Foto: Stadt Münster/Sammlung Hänscheid.

Mit dem geplanten Wachstum wird die expandierende Firma nicht nur in das Personal, sondern auch in die weithin sichtbare Immobilie am Servatiiplatz investieren. Das Unternehmen stellt eine erhebliche Summe für die Sanierung der Büroräumlichkeiten in den sieben oberen Stockwerken des elfstöckigen Gebäudes bereit, die es inzwischen schon seit elf Jahren nutzt. „Wir nehmen das Geld in die Hand, um die einzelnen Etagen auf den neusten Stand zu bringen“, sagt Schoenstein, der seinen Posten im Februar angetreten hat.

 

Das Iduna-Hochhaus war bei seinem Bau in den Jahren 1960/61 der erste Hochbau seiner Art in Münster. Die Fassade des Gebäudes steht heute unter Denkmalschutz. Teile der Innengestaltung stammt noch aus dieser Zeit, seien aber nicht mehr zeitgemäß, wie Schoenstein betont: „Das werden wir in den kommenden Monaten ändern.“