Jede neunte binationale Partnerschaft mit türkischem Partner

Muslemischen Mitbürgern wird nachgesagt, dass sie fast ausschließlich unter sich blieben und auch nur untereinander heiraten würden. Gerade den türkischen Mitbürgern wird dieses Vorurteil entgegengebracht. Dass dieses nicht stimmt belegt IT.NRW.

Im Jahr 2014 gab es in Nordrhein-Westfalen 217 300 binationale Partnerschaften. Das sind Partnerschaften zwischen einer Person ohne Migrationshintergrund und einem im Erwachsenenalter Zugezogenen mit Migrationshintergrund. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, wurden solche Partnerschaften am häufigsten mit Personen aus der Türkei (11,6 Prozent der Fälle) und Polen (9,5 Prozent) geschlossen. Binationale Beziehungen bestanden vielfach auch mit Partnerinnen und Partnern aus den westeuropäischen Ländern Niederlande, Italien, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Österreich oder Spanien (zusammen: 22,9 Prozent). Deutsche Männer gingen häufiger eine Beziehung mit einer Ausländerin ein als deutsche Frauen mit einem Ausländer: In 56,5 Prozent der binationalen Partnerschaften war der zugewanderte Lebensgefährte weiblich.