Streitigkeit endet tödlich – Nachtrag

Am Mittwochabend (14.12., 21:05 Uhr) erhielt die Polizei in Borken den Hinweis zu Streitigkeiten und einem Hausfriedensbruch in Gronau.

Als die Beamten das Mehrfamilienhaus erreichten, erkannten sie eine stark blutende Person im Treppenhaus. Trotz notfallmedizinischer Maßnahmen verstarb der 45 jährige Mann noch vor Ort. “Die Geschehensabläufe in der Wohnung sind zur Zeit noch unklar”, erläuterte heute (15.12.) Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt für die Staatsanwaltschaft Münster. “Es hat offensichtlich einen Streit gegeben, bei dem das Opfer durch einen Messerstich tödlich verletzt wurde. Der Tatverdacht richtet sich derzeit gegen den 45 jährigen Wohnungsinhaber.” Polizisten hatten den Gronauer bereits in der Nacht vorläufig festgenommen.

Zur Klärung des genauen Tatgeschehens ist eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Frank Schneemann im Einsatz. In diesem Zusammenhang hat die Staatsanwaltschaft Münster die Obduktion des Verstorbenen im Institut für Rechtsmedizin der Universität Münster beantragt.

Hinweise bitte an die Polizei Münster, Telefon 0251 275-0.

Nachtrag:
Nachtrag zur Meldung “Streitigkeit endet mit tödlichem Messerstich – Tatverdächtiger vorläufig festgenommen”

“In seiner Vernehmung hat der 45 jährige Gronauer die Tat gestanden”, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt heute (15.12.) in Münster. “Der Verstorbene sollte die Wohnung nach einem gemeinsamen Alkoholkonsum verlassen und wollte nicht gehen. Daraufhin hat der Beschuldigte ein Messer gegriffen und im Wohnungsflur einen Stich in den Oberkörper des Opfers ausgeführt. Nach seinen Angaben wollte das Opfer nicht töten.”

Die heute Nachmittag durchgeführte Obduktion im Institut für Rechtsmedizin der Universität Münster bestätigte die Aussage des Geständigen. “Obwohl der Beschuldigte nur einmal mit dem Messer zugestoßen hat, war der Blutverlust durch den Einstich erheblich”, erläutere der Oberstaatsanwalt. “Alle Rettungsmaßnahmen konnten den schnellen Todeseintritt nicht verhindern.”

Der Beschuldigte wurde noch am Nachmittag einem Haftrichter vorgeführt. Der Richter stimmte dem Antrag der Staatsanwaltschaft zu und erließ einen Haftbefehl wegen Totschlags.