Das größte Neujahrsfest der Buddhisten in der Region

In den letzten Tagen feierten viele Tausend Buddhisten ihr Neujahrsfest, ein Fest, welches mit einer hohen spirituellen Bedeutung gefeiert wird. Denn die ersten 15 Tage im neuen Jahr sind von grundsätzlich entscheidender Bedeutung. Positiv sowie negativ begangene Taten, werden nach der buddhistischen Lehre in diesem Zeitraum um den Faktor 100 000 verstärkt. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn alle Entscheidungen des täglichen Lebens unter einer besonders achtsamen Lebensweise geführt werden.

Das Münsterland darf sich glücklich schätzen, ein ganz besonderes Juwel der buddhistischen Kultur, zu beheimaten. Denn inmitten der Friedensstadt Münster hat die Phuong Quang Gemeinde ihren Lebensmittelpunkt, und es ist der Ort mit der größten Buddha-Statue in Deutschland. Darauf ist die Gemeinde besonders stolz, denn so beschert der Überlebensgroße Buddha dem Tempel in Münster doch zahlreiche Besucher aus dem Inn- und Ausland.

Am gestrigen Sonntag konnten sich zahlreiche Buddhisten, geladene Gäste und Freunde der Pagode, von der eindrucksvollen Kulisse des Festes mit den farbenprächtig geschmückten Altären und den Statuen überzeugen. Nach einem Rundgang auf dem Pagodengelände gab es für die Gäste, zum aufwärmen, einen Begrüßungstee. Danach folgten viele Programmpunkte. Empfang des Glückes, in Form kleiner Geschenke, Gebetsbänder, Glücksmünze mit persönlicher Glückskarte, bis zum Anzünden von Räucherstäbchen, Löwentanz, Läuten der großen Glocke und dem Neujahrsfeuerwerk. Danach wurde vom Pagodenmeister für die Gäste und deren Angehörige gebetet.

Den feierlichen Ausklang fanden die Rituale bei anschließendem Tee und landestypischen Speisen. Das Neujahrsfest, welches in diesem Jahr unter dem Zeichen des Hahns steht, wird an einem beweglichen Tag nach dem Mondkalender zelebriert.

Zum Abschluss versprach der Abt der Pagode, für alle Menschen um Frieden und Glück zu beten.

 

 

 

 



Bilder:
Bernard de Mari
Till Leckebusch
André Auf der Landwehr