Euregio Verwaltungsspitzen prüfen Hochwasserschutzübung

Am Freitag, den 20. Januar 2017 treffen sich in Gronau die Spitzen der (Land-)Kreise Borken, Grafschaft Bentheim, der Bezirksregierung Münster und der niederländischen Wasserbehörden Rijn en IJssel und Vechtstromen zur Begutachtung der gemeinsamen Hochwasserschutzübung vom Oktober 2016. Im Vorlauf des EUREGIO-Neujahrsempfangs treffen sich die Verantwortlichen mit den Übungsleitern um über die wichtigsten Ergebnisse, Verbesserungsvorschläge und die mögliche weitere Zusammenarbeit zu sprechen.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Übung
Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Übung wurden in der Zwischenzeit auf fachlicher Ebene erarbeitet. Es hat sich gezeigt, dass der Kommunikationsfluss über die Grenze im Allgemeinen gut funktioniert. Kleinere Schwierigkeiten ergaben sich beispielsweise in der technischen Kompatibilität. Die Sprache stellt meist kein Hindernis dar, jedoch sind die Zuständigkeiten und internen (nationalen) Abläufe stark unterschiedlich geregelt und erfordern besonderes Wissen bei den jeweiligen Krisenstäben.

Am 13. Oktober 2016 stand die Grenzregion unter Wasser. Zumindest im Szenario der Hochwasserschutzübung, das deutsche und niederländische Fachleute gemeinsam ausgearbeitet hatten. Ziel der Übung war die Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Katastrophenfall. Im Ernstfall müssen Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vor den Folgen von Starkregen und Überschwemmungen geschützt werden.

Kommunikation im Mittelpunkt
An der Übung nahmen die verantwortlichen Organisationen aus beiden Ländern teil. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der internen und externen Kommunikation. Der Austausch zwischen deutschen und niederländischen Behörden muss im Ernstfall gut funktionieren. Zudem überprüften die Organisationen ihre eigenen Strukturen und Abläufe.

Die Teilnehmer lernten sich und die jeweiligen Prozesse im Nachbarland bereits während der Vorbereitungsphase gut kennen – ein weiterer Vorteil dieses im Rahmen des INTERREG V A-Programms geförderten Projektes. Ist der persönliche Kontakt erst einmal hergestellt, findet man sich in konkreten Hochwassersituationen schnell und mühelos. Eventuelle Verständigungsprobleme und Missverständnisse werden so im Vorfeld ausgeräumt.