Münster Whisky kreiert

Jetzt bekommt Münster auch einen eigenen Wiskey. Durch eine außergewöhnliche Kooperation zwischen einer Brauerei und einer Brennerei, aus dem Münsterland, bekommt Münsters in einigen Jahren den ersten eigenen Whisky auf den Markt. Eine speziell hergestellte Würze wurde dafür in einer Feinbrennerei in Schöppingen destilliert. Unter Aufsicht des Zolls wird das Destillat nun nach Münster gebracht. Im zweiten Brennvorgang entsteht dann im Kreuzviertel der „New Make Spirit“, der dort für mindestens drei Jahre in Holzfässern zu Münsters erstem Whisky reift.

Rüdiger Sasse (l.) mit Frank Sibbing und Florian Böckermann

„Wir sind fasziniert von dem Startup-Spirit und den leckeren Bieren der drei Finne-Jungs“, sagt Rüdiger Sasse, Inhaber der Feinbrennerei Sasse. Für die Idee, Münsters ersten Whisky mit der Brauerei zusammen zu entwickeln, sei er deshalb sofort zu haben gewesen. „Sie sind für uns die idealen Partner. Die Jungs beleben die westfälische Brau-Tradition neu und bieten im Kreuzviertel hochwertige, von Hand gebraute Biere an, die alle einen ganz eigenen Charakter haben“, erläutert Rüdiger Sasse die ungewöhnliche Kooperation zwischen Brennerei und Brauerei.

Die Geschäftsführer der Finne, Florian Böckermann und Frank Sibbing, mischen zusammen mit Jörn Mertins seit Juni 2016 mit ihrer kleinen Bio-Brauerei die Craft Beer Szene ordentlich auf. „Finne bedeutet übersetzt Flasche und stammt aus Münsters Geheimsprache Masematte“, erklärt Florian Böckermann. Da sie der Stadt mit einst mehr als 100 Brauereien sehr verbunden seien, habe man sich bewusst für einen Namen in dieser Sprache entschieden.

Neben dem Ausschank von Klassikern setzen sie in ihrer Brauerei in Münsters beliebten Kreuzviertel vor allem auf kreative Newcomer sowie saisonale Spezialitäten – alle Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Zudem entwickeln sie regelmäßig neue Rezepturen für ihre Flaschenbiere. „Der Lagerkorn von Sasse ist für uns eine feste Institution und aus Münster nicht wegzudenken“, sagt Florian Böckermann. Die jahrzehntelange Erfahrung, die Sasse mit fassgelagerten Spirituose habe, sei für die Finne Gold wert. „Außerdem gefällt uns der Erlebnischarakter der Brennerei. Wie bei uns können auch hier Besucher live miterleben, wie Getränke entstehen.“ In der Finne ist die Produktion gut sichtbar hinter der Theke platziert, der Gastbereich lädt zum Biergenießen ein.

Und genau hier soll nun Münsters erster Whisky reifen. In der Finne wird dazu der Feinbrand hergestellt und eingelagert. Münsters erster echter Whisky muss mindestens drei Jahre lang reifen. Solange sollen die Gäste der Finne allerdings nicht warten, bis sie das erste Mal probieren dürfen: „Es ist geplant, nach einem Jahr Lagerung die erste Probe des Brandes zu ziehen“, sagt Rüdiger Sasse.