Silvester 2016 Eine Polizeibilanz aus Münster & dem Münsterland

“Die Münsteraner haben am Domplatz, in der Innenstadt und im Hafenviertel fröhlich feiernd das neue Jahr begrüßt”, beschrieb Polizeirätin Susann Zschiesche heute (1.1.2017) ihren Eindruck von der Silvesternacht. “Die verstärkte Präsenz der Polizei in diesem Jahr hat sich bewährt”, erläuterte die Einsatzleiterin. “Mit einem freundlichen Danke oder aufmunternden Lächeln bekundeten die Feiernden zugleich Dank und Verständnis für die eingesetzten Kolleginnen und Kollegen.”

Mehr als 200 Beamte waren auf den Straßen und in den Wachen im Einsatz und erlebten eine eher durchschnittliche Silvesternacht.
Insgesamt 123 Einsätze fielen in der Zeit von 18:00 bis 06:00 Uhr morgens an. In 28 Fällen mussten die Polizisten wegen Streitigkeiten, Randalierern oder Schlägereien ausrücken. 12 Anzeigen wegen Körperverletzung, Nötigung oder Beleidigung waren die Folge. Nur einen Verkehrsunfall registrierten die Beamten in der Nacht. Ein 27 jähriger Radfahrer stürzte am Sonntagmorgen (1.1., 03:00 Uhr) auf der Gartenstraße und musste mit einer blutenden Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.

Bereits um 21:45 Uhr waren Polizisten Hinweisen auf eine Gruppe Nordafrikaner nachgegangen, die sich vom Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt bewegen sollten. Die Beamten kontrollierten dabei einzelne Personen und Kleingruppen aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum.

Trotz eindringlicher Mahnung fielen Einzelne auf dem Domplatz durch wenig sachgerechten Gebrauch von Feuerwerkskörpern auf. Ein 18-jähriger Münsteraner warf einen Knallkörper über eine Gruppe von mehreren Personen, ein gleichalteriger Münsteraner schoss eine entzündete Rakete direkt in eine andere Gruppe. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, beide Täter müssen sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ein 16-Jähriger aus Münster feuerte eine Silvesterrakete bewusst auf die Gebäudefassade der Bezirksregierung. Polizeibeamte schritten ein und stellten 3 weitere Pakete Pyrotechnik mit einer Altersbeschränkung ab 18 Jahren sicher.

Schon um 21:50 Uhr betraten fünf Personen einen Kiosk an der Hafenstraße. Ein Unbekannter aus der Gruppe zündete einen “Böller” im Inneren des Ladenlokals. Als der Kiosk-Besitzer die Personen daraufhin zum Verlassen des Ladens aufforderte, schlug ihm einer der Männer mit einer Bierflasche auf den Kopf und flüchtete. Nach Angaben des Opfers hatte der Täter ein nordafrikanisches Erscheinungsbild. Er ist etwa 30 Jahre alt und 1,75 Meter groß. Der Unbekannte war mit einem dunklen Parka bekleidet.

Die Polizei ermittelt in 6 Fällen wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung, nachdem an der Finkenstraße, der Hammer Straße und am Gescherweg Mülltonnen durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt wurden. Am Nerzweg gerieten gleich 3 Balkone in Brand, am Middelkamp ein weiterer. An der Dorbaumstraße brannte ein Briefkasten der Post.
In allen Fällen musste die Feuerwehr die Brände löschen.

Gegen 03:56 Uhr beobachteten Zeugen an der Bahnhofstraße einen 16-jährigen Algerier beim versuchten Taschendiebstahl. Er hatte einem 21-jährigen Mann aus Ahlen ein frohes neues Jahr gewünscht und ihn dabei umarmt. Diese Ablenkung nutzte der junge Taschendieb für einen schnellen Griff in die Jackentasche. Ermittlungen ergaben, dass der 16-jährige wegen ähnlicher Delikte gerade erst aus der Haft entlassen wurde. In einer Diskothek am Hawerkamp versuchte gegen 02:00 Uhr ein 20 jähriger Algerier einem Gast das Mobiltelefon aus der Hosentasche zu entwenden. Obwohl er hierbei auffiel, wandte er sich gleich dem nächsten Opfer zu und stahl ein Mobiltelefon aus der Handtasche einer Besucherin aus Haltern.

Gegen 01:50 Uhr sprachen Unbekannte einen 33 jährigen Münsteraner an und baten um Zigaretten. Für die Zigaretten bedankenden sich die beiden Taschendiebe mit einer intensiven Umarmung und entwendeten dabei das Portemonnaie aus der Jackentasche. Die beiden arabisch aussehenden Männer sollen 170 cm groß sein, einer trug eine rote Jacke.

Nachdem eine 17 jährige Schülerin aus Münster kurz nach Mitternacht durch die Explosion eines Böllers auf dem Prinzipalmarkt einen gehörigen Schrecken bekam, tröstete ein Unbekannter die junge Frau und nahm sie zur Beruhigung in den Arm. Dabei entwendete der vermeintliche Helfer unbemerkt das Mobiltelefon der Schülerin. Der Täter ist ca. 180 groß, mit schwarzen Haaren und Bartstoppeln.

Besonders dreist luden Unbekannte per WhatsApp und Facebook zur Silvesterparty an der Schlesienstraße ein. Damit sie das leer stehende Haus im städtischen Besitz überhaupt nutzen konnten, mussten sie einbrechen und schlugen dazu die Scheibe der Terrassentür ein.
Bei Eintreffen der gegen 02:30 Uhr alarmierten Polizisten flüchteten ca. 30 Personen aus dem Haus. Durch auf dem Boden verteilte Zigarettenkippen und ausgelaufene Getränkeflaschen hinterließen die ungebetenen Gäste eine erhebliche Verunreinigung.

Hinweise bitte an die Polizei Münster, Telefon 0251 275-0.

* Die Polizei des Kreises Borken musste in der Silvesternacht zu 95 (Vorjahr: 88) Einsätzen ausrücken.

Die Beamten legten 15 (Vorjahr: vier) Anzeigen nach Körperverletzungsdelikten, acht (Vorjahr elf) wegen Sachbeschädigungen und zwei (Vorjahr: fünf) nach Diebstahlsdelikten vor.

Grundlage der Körperverletzungen war immer wieder der Umgang mit dem Silvesterfeuerwerk, in einem Fall auch eine sexuelle Belästigung:

In (Gronau, Iltisstaße, 01.01., 00.10 Uhr) wurde ein Mann mit einem Feuerwerkskörper beworfen und leicht am Oberschenkel verletzt.
Die Ermittlungen dauern an.

Bei einem weiteren Fall in Gronau (31.12., 21.10 Uhr) wurde der Polizei eine Schlägerei gemeldet. Verletzt wurde niemand – Grundlage des Streits war jedenfalls ein gezündeter Feuerwerkskörper. Einer der Beteiligten hatte weitere dieser Feuerwerkskörper dabei. Da diese nicht die erforderliche Kennzeichnung aufwiesen, stellten die Beamten die Knallkörper sicher.

In Bocholt (31.12.15, 20.40 Uhr) wurden zwei Jugendliche aus Bocholt auf der Wiesenstraße mit Feuerwerkskörpern geworfen und beleidigt. Die Geschädigten wurden nicht verletzt. Die Täter hielten sich auf einem Balkon auf. Die Ermittlungen dauern an.

Gegen 00.20 Uhr kam es im Bereich Otto-Kemper-Ring/Dr.-Hochheimer-Straße zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Feiergesellschaften. Grund waren flach in Richtung der einen Gruppe abgeschossene Raketen. Zwei Männer aus Köln (26 und 27 Jahre alt) erlitten durch Schläge leichte Verletzungen. Beschuldigt werden drei Männer (17, 17 und 19 Jahre alte Bocholter) aus der Gruppe, aus der auch die Raketen flach abgeschossen worden waren.

Auf der Straße “Lange Stiege” wurden gegen 00.10 Uhr Silvesterraketen flach in Richtung eines Hauses abgeschossen. Als der 49-jährige Geschädigte aus dem Haus gehen wollte, um den 19-jährigen Beschuldigten zur Rede zu stellen, explodierte vor der Haustür eine weitere Rakete. Der Geschädigte erlitt vermutlich ein Knalltrauma.

In Ahaus-Wessum kam es gegen 00.20 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung, ausgelöst durch gefährlich ausgerichtete Silvesterraketen. Ein 18-Jähriger aus Münster und ein 19-Jähriger aus Ahaus erlitten durch Faustschläge leichte Verletzungen. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern noch an.

In Legden wurde eine 24-jährige Frau aus Greven nach ihren Angaben durch einen Mann mehrfach durch unsittliche Berührungen sexuell belästigt (weitere Sexualdelikte wurden bislang nicht bekannt). Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der die Geschädigte leicht verletzt wurde. Der mutmaßliche Täter, ein 22-jähriger Deutscher aus Dülmen, war nach dem Vorfall von einem 37-Jährigen Mann aus Altenberge geschlagen worden. Die Ermittlungen dauern an.

Eine 20-jährige Bocholterin wurde gegen 03.15 Uhr in einer Gaststätte an der Ravardistraße Opfer eines Diebstahls (Geldbörse und Mobiltelefon aus Handtasche gestohlen). Beschuldigt wird ein 20-jähriger Algerier, der mehrfach die Nähe zu der Geschädigten und deren Begleitern suchte, sich als Spanier ausgab und die 20-Jährige “antanzte”. Während der Anzeigenaufnahme erschien auch der in Bocholt wohnhafte Beschuldigte, so dass seine Identität festgestellt und er durchsucht werden konnte. Er stritt die Tat ab und die Diebesbeute wurde nicht bei ihm gefunden.

Gegen 22.45 Uhr sprengten noch unbekannte Täter auf der Osterstraße in Bocholt mit Feuerwerkskörpern einen Zigarrettenautomaten aus der Verankerung und richteten einen Sachschaden in einer Höhe von ca. 2.500 Euro an. Hinweise bitte an die Polizei (02871-2990).

Die Beamten sprachen zwölf Platzverweise aus und nahmen vier Personen in Gewahrsam.

Diese Blanz ist vorläufig, da nicht auszuschließen ist, dass im Nachhinein noch Straftaten angezeigt werden.

* 37 silvesterbedingte Einsätze wurden von der Polizei im Kreis Coesfeld zwischen 18.00 Uhr an Silvester 2016 und 06.00 Uhr an Neujahr 2017 gefahren. Im Zusammenhang damit kam es in 5 Fällen zu polizeilichen Maßnahmen, bei denen insgesamt 12 Personen ein Platzverweis erteilt wurde und 4 Personen ins Gewahrsam kamen.
Insgesamt 9 Leichtverletzte gab es bei 6 Körperverletzungen und 3 gefährlichen Körperverletzungen. In 5 Fällen wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Nach 06.00 Uhr gab es noch 4 silvesterbedingte Einsätze mit einer gefährlichen Körperverletzung in einer Gaststätte in Senden. Hier schlug ein 26-jähriger Lüdinghauser zwei anderen Gästen mit einem Bierkrug an den Kopf. Ein 32-jähriger Sendener wurde dabei leicht verletzt, ein 31-jähriger wurde Sendener schwer aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Ihm wurde nach richterlicher Anordnung auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster eine Blutprobe entnommen.

* Der Jahreswechsel von 2016 auf 2017 verlief aus Sicht der Hammer Polizei eher durchschnittlich. Im Vergleich zu 121 Einsätzen im Vorjahr, wurden in diesem Jahr bis 6 Uhr am Neujahrsmorgen 111 Einsätze gezählt. Es wurden folgende Silvesterbedingte Einsatzanlässe registriert: sieben Körperverletzungsdelikte, eine Häusliche Gewalt, drei Eigentumsdelikte, 12 Sachbeschädigungen, ein Hausfriedensbruch, 11 Ruhestörungen, sieben sonstige Hilfeersuchen, vier Hilflose Personen, acht verletzte Personen, zwei Ingewahrsamnahmen, eine vorläufige Festnahme und drei Brandeinsätze. Es wurden im Hammer Bereich bislang keine Sexualdelikte gemeldet. Zudem wurde keine Fahrt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss festgestellt.

* Die Kreispolizeibehörde Steinfurt konnte nur eine Fehlanzeige zur Silvesternacht mitteilen. Aus polizeilicher Sicht war es im Kreisgebiet eine sehr ruhige Silvesternacht. Besonderheiten gab es nicht zu melden, daher Fehlanzeige.

* Keine ruhige Nacht war es für die Polizei in Warendorf. In der Silvesternacht wurde die Polizei zu rund fünfzig Einsätzen gerufen, bei denen es von Ruhestörungen bis zu einem Tötungsdelikt ging. Kurz nach Mitternacht meldete sich am Neujahrstag (1.1.2017, 0:55 Uhr) ein 52 jähriger Ahlener bei der Polizei in Warendorf und teilte mit, dass seine Ehefrau tot in der Wohnung liege. “Der hinzugerufene Notarzt konnte nur noch den Tod der 51 jährigen Frau feststellen”, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in Münster.

“Obwohl die Eheleute eigentlich wieder eine gemeinsame Wohnung beziehen wollten, eskalierte nach einem gemeinsam verbrachten Abend die Situation”, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. “Der Beschuldigte hat in seiner Vernehmung eingeräumt, dass der Streit in der Wohnung der Ehefrau immer lautstärker verlief. Schließlich habe er seine Ehefrau ergriffen und gewürgt.” In seiner Vernehmung äußerte der Beschuldigte auch, keine Erklärung für sein Handeln zu haben und seine Tat zu bedauern. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster ordnete ein Richter heute Nachmittag Untersuchungshaft wegen Totschlags an. Der Ahlener wurde direkt vom Amtsgericht der Justizvollzugsanstalt zugeführt.

Bei den anderen Einsätzen war die Polizei vielfach bei Streitigkeiten von oftmals alkoholisierten Personen, dem nicht ordnungsgemäßen Abbrennen von Feuerwerkskörpern sowie Ruhestörungen gefordert. Die Einsatzkräfte erteilten zehn Platzverweise gegen Uneinsichtige, nahmen zwei Personen in Gewahrsam und fertigten Anzeigen wegen Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Des Weiteren gab es kreisweit mehrere Brände geringen Ausmaßes, die von den örtlichen Feuerwehren gelöscht wurden.

In Warendorf auf der Dreibrückenstraße fiel ein 24-jähriger Warendorfer gegen 00.04 Uhr einer Zivilstreife auf, als er mit einer Schreckschusspistole Leuchtmunition quer über die Straße abschoss.
Als die Einsatzkräfte die Personengruppe erreichte, hatte der junge Mann erneut seine Waffe in Anschlag gebracht. Die Polizei verhinderte eine weitere Schussabgabe, stellte die Waffe sicher und leitete ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen den leicht alkoholisierten Warendorfer ein.

In Sassenberg kam es zu einem Streit in einer Familie, bei dem der 57-jährige Vater seinem 19-jährigen Sohn ein Aschenbecher gegen den Kopf schlug. Dabei verletzte der Sassenberger seinen Sohn.
Rettungskräfte brachten den jungen Mann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus und die Polizei nahm den Tatverdächtigen in Gewahrsam. Darüber hinaus ließen sie dem stark alkoholisierten Beschuldigten eine Blutprobe entnehmen und verwiesen ihn für zehn Tage seiner Wohnung.

In Ahlen kam es in den frühen Morgenstunden zu einer Körperverletzung auf der Südstraße. Die Polizei sah, wie sich zwei Personen über eine Frau beugten und forderten sie auf, zurückzutreten. Während der Mann dies tat, griff die 24-jährige Ahlenerin die Polizeibeamten an und beleidigte diese. Die Einsatzkräfte nahmen die Frau in Gewahrsam und stellten fest, dass gegen sie ein Haftbefehl besteht.

Bereits am frühen Abend erhielt die Polizei den Hinweis auf böllernde Personen an der Mammutschule an der Straße Am Röteringshof in Ahlen. Sie traf dort fünf Jugendliche an, von denen einer zahlreiche Feuerwerkskörper hatte. Die Beamten stellten die Feuerwerkskörper des 19-Jährigen zur Verhinderung weiterer Straftaten sicher. Der junge Mann steht im Verdacht durch das Werfen mit Böllern mehrere Scheiben beschädigt zu haben. Darüber hinaus erhielten alles Personen einen Platzverweis für den Bereich der Schule.

Trotz vorheriger Ankündigungen zu Alkoholkontrollen gab es Unbelehrbare, die alkoholisiert ein Fahrzeug führten.

Um 2.10 Uhr kontrollierte die Polizei einen 50-jährigen Münsteraner auf der Münsterstraße in Diestedde, weil er auffällig langsam fuhr. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass der Autofahrer mit 1,78 Promille unterwegs war. Der Polizei ließ dem Mann daraufhin eine Blutprobe entnehmen.

Gegen 1.45 Uhr fiel ein 16-Jähriger in Milte auf. Er war mit seinem Fahrrad unterwegs, stürzte und verletzte sich. Der Jugendliche führte einen Atemalkoholtest durch, der einen Wert von 1,52 Promille ergab. Somit war für ihn eine Blutprobe fällig.

Um 3.40 Uhr ereignete sich ein Verkehrsunfall auf der Westkirchener Straße in Ennigerloh. Ein 31-jähriger Autofahrer befuhr die B 475 in Richtung Westkirchen und kam mit seinem Pkw nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei beschädigte der Ostbeveraner ein Verkehrszeichen und blieb mit dem Auto vor einem Baum stehen. Der Mann führte einen Atemalkoholtest mit einem Wert von 1,66 Promille durch. Auch diesem Fahrzeugführer ließen die Beamten eine Blutprobe entnehmen und stellten seinen Führerschein sicher.

Die nächste Blutprobe und Sicherstellung des Führerscheins erfolgte am frühen Morgen für einen 26-jährigen Sassenberger. Der junge Mann steht im dringenden Verdacht gegen 6.15 Uhr eine Verkehrsunfallflucht auf der Straße Lappenbrink in Sassenberg begangenen zu haben. Er kam mit seinem Auto aus Warendorf und fuhr gegen mehrere Sperrpfosten. Die Polizei traf den Mann bei den weiteren Ermittlungen Zuhause an und stellte fest, dass er stark alkoholisiert war. Die Beamten kamen dem Autofahrer auf die Spur, weil er am Unfallort seine “Visitenkarte” in Form des vorderen Kennzeichens hinterließ.

* Die Bundespolizei verzeichnet überwiegend friedlichen Bahnreiseverkehr – “Wir haben mit unseren Fahndungs- und Schutzmaßnahmen im Wesentlichen zu entspannten und friedlichen Silvesterfeierlichkeiten beigetragen”. So das erste und vorläufige Fazit von Wolfgang Wurm, Präsident der für Nordrhein-Westfalen zuständigen Bundespolizeibehörde mit Sitz in Sankt Augustin bei der Pressekonferenz am 01.01.2017.

Wurm: “Die eng abgestimmten Sicherheitskonzepte mit unseren Sicherheitspartnern haben dazu geführt, dass sich der Bahnreiseverkehr in NRW ebenso wie die Situationen in den Bahnhöfen in der Silvesternacht als überwiegend friedlich und sicher darstellten.”

Die Bundespolizei war mit einem angepassten Sicherheitskonzept und einem Großaufgebot von Einsatzkräften in den Bahnhöfen, Zügen, an den Flughäfen und an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden präsent.
NRW-weit waren in der Spitze über 800 Bundespolizeibeamtinnen und Bundespolizeibeamte uniformiert und in zivil im Einsatz.

Die Bundespolizei registrierte NRW-weit in der Silvesternacht insgesamt rund 50 Strafanzeigen darunter vorwiegend Diebstahls- und Körperverletzungsdelikte aber auch Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz aufgrund der Nutzung so genannter “Polenböller”. In diesem Zusammenhang wurde auch ein PVB der Bundespolizei leicht verletzt. Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei wurden bis dato vier Strafanzeigen wegen der Belästigung / Bedrängung von einzelnen Frauen durch Einzelpersonen verzeichnet. Dabei konnte die Bundespolizei in drei der vier Fälle die Täter unmittelbar ermitteln bzw. vorläufig festnehmen. Die Bundespolizei hat bis dato keine Sachverhalte registriert, die auf die im letzten Jahr in Erscheinung getretene Begehungsweise “gemeinschaftliche Begehung von Diebstählen mit und ohne sexuellen Begleittaten” hindeuten.

Die Bundespolizei weist an dieser Stelle darauf hin, dass die vorgenannten Zahlen nur die bisher bei der Bundespolizei erstatteten Strafanzeigen abbilden. Die Zahlen könnten sich durch nachträgliche Anzeigenerstattungen ändern. Zudem gibt die Anzahl keine unmittelbare Auskunft über die etwaigen Tatorte, da die Bundespolizei, unabhängig vom Tatort, jede Strafanzeige aufnimmt.

Die Einsatzkräfte der Bundespolizei führten in der Nacht rund 1500 polizeirechtliche Maßnahmen wie Platzverweise, Personenkontrollen oder Gefährderansprachen durch.

Der Schwerpunkt des Einsatzaufkommens lag im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei Köln. Dort haben die Einsatzkräfte in der Silvesternacht rund 1200 polizeirechtliche Maßnahmen ergriffen.

Es handelt sich hierbei vorwiegend um Platzverweise, Personenkontrollen oder Gefährderansprachen. Die Bundespolizei war mit über 300 Beamtinnen und Beamten im Einsatz.