Wofür sind die kleinen grünen Quadrate da

Sie geben einigen Verkehrsteilnehmern Rätsel auf. Vielerorts sind derzeit an den Kreisstraßen ungewöhnliche Farbmarkierungen zu sehen: Jeweils zwei kleine grüne Quadrate im Abstand von mehreren hundert Metern dienen als Orientierungspunkte bei der Erfassung und Vermessung des Straßennetzes. Da für den Aufbau der Amtlichen Basiskarten und zur Fortführung der Straßendatenbank des Kreises topografische Vermessungen notwendig sind, wird der gesamte Straßenraum aller Kreisstraßen mit dem „Mobile Mapping“-Verfahren erfasst.

Dabei fährt ein Spezialfahrzeug die Kreisstraßen ab und dokumentiert detailliert den Straßenraum, aber auch Objekte wie etwa Schilder, Bäume oder Verkehrsampeln. „Zur Aktualisierung und Fortführung der Bestands- und Straßeninfrastrukturdaten des Kreises ist diese Geometrieerfassung erforderlich“, betont Klaus Dammers, Leiter der Straßenbauabteilung des Kreises Coesfeld. Derzeit erfolgt durch eine Fachfirma zunächst die Ersterfassung der ersten Hälfte des circa 420 Kilometer langen Kreisstraßennetzes und der damit verbundenen Radwege. Im nächsten Jahr 2018 wird dann die zweite Hälfte des Bestandes erfasst.

„Als Ergebnis werden sämtliche geometrischen Verhältnisse der Straßen flächenhaft abgebildet“, berichtet Dammers. Die Erkenntnisse können für Vorplanungen und Vorentwürfe in der Straßenplanung, aber auch für die Straßendatenbank genutzt werden. Topographische Informationen fließen in die Amtlichen Basiskarten ein. Die Belange des Datenschutzes werden in diesem Verfahren berücksichtigt: Es werden also Personen, amtliche Kennzeichen und andere persönliche Informationen unkenntlich bzw. unleserlich gemacht.