Manege, Müll, Mystery und Malinke Musik

Welche Zukunftsvisionen stecken in den Köpfen junger Menschen? Werden sie ihren Platz im Leben finden? Antworten auf diese existenziellen Fragen werden in einer cross-over urban Move-Tanz-Videoperformance ausgedrückt. Andere setzen sich mit dem Thema Nähe und Distanz in einer theatralen, performativen Forschungsreise auseinander: Touch me if you can.

Kunterbunte Kultur im Manegenrund transportiert spielerisch alternative Bewegungsmöglichkeiten. Grundschüler machen sich auf die Reise, gesammelten Müll auf seine Druckqualität zu testen und eigens entworfene Puppen werden in einer Mystery-Box szenisch zum Leben erweckt. Die neue Musiziertechnik „Malinke Musik“ leistet ihren Beitrag zur kulturellen Vielfalt.

Den Themen sind im Landesprogramm „Kultur und Schule“ auch in der Ausgabe 2017/18 keine Grenzen gesetzt. Aus 39 Anträgen münsterscher Schulen (im Vorjahr waren es 48) hat eine Jury 31 anregende Projekte auserkoren, die nun außerhalb des Unterrichts zum Leben erweckt werden.

Dafür haben sich kreative Schülerinnen und Schüler aller Schulformen motiviert, experimentierfreudig, ausdrucksfähig und ideenreich auf den Weg gemacht. „Theater, Tanz und Bildende Kunst – die unterschiedlichsten künstlerischen Ausdrucksformen kommen zum Zuge“, so Kulturamtsleiterin Frauke Schnell, „aber auch die Bereiche Neue Medien, Film, Literatur und Musik werden in den spartenübergreifenden Projekten umgesetzt.“

Das Land fördert die außerschulischen Projekte im kommenden Schuljahr mit 70 000 Euro. Über ihre Verteilung auf die Vorschläge von Künstlern und Schulen hat die Jury mit den Mitgliedern Schulrätin a.D. Monika Schlattmann, Regina Wegmann (kulturelle Jugendbildung), den Künstlern Christoph Bäumer und Stephan US, dem Kabarettisten Thomas Philipzen, Georg Veit (Bezirksregierung) sowie Frauke Schnell und Hildegard Thesing (Kulturamt) entschieden. Direkt nach den Sommerferien beginnt die Reise.