Weltweit größte Bahnbaumesse eröffnet

Die weltweit größte Messe im Bahnbaubereich findet alle vier Jahre in Münster statt. Gestern wurde der enorme Branchentreff in Münster, in der Halle Münsterland, durch Dr.-Ing. Thomas Mainka, Präsident des Verbands Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI) eröffnet. Bis einschließlich Donnerstag, 1. Juni, zieht sie rund 20.000 Fachbesucher aus aller Welt an.

16.000 Quadratmeter Hallenfläche sowie 6.000 Quadratmeter auf dem Freigelände nimmt die iaf (Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik) ein. „Münster ist ein hervorragender Standort, um die innovativen Geräte zu präsentieren“, unterstrich Mainka. Auf 3.000 Meter Gleisen werden modernste Gleisbaumaschinen vorgestellt. Der Trend gehe zur Elektrifizierung, die oft gigantischen Geräte seien leiser und leistungsstärker. „Wenn alle ausgestellten Maschinen zusammenarbeiten, kriegen wir die Strecke von Münster nach Sendenhorst in drei Tagen fertig“, versprach er augenzwinkernd und spielte auf die geplante Reaktivierung der WLE-Strecke für den Personenverkehr an.

Ratsherr und Mitglied im Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung, Michael Halberstadt war von den Maschinen überwältigt und freute sich über die erfolgreiche Messe in seiner Heimatstadt, die weltweites Ansehen genießt.

Auch der Vorstandsvorsitzende der DB Netz AG, Frank Sennhenn, zeigte sich beeindruckt. „Die iaf ist einzigartig, da hier auf dem Freigelände und im Messe-Bahnhof die Maschinen und Technologien einer ganzen Branche gezeigt werden“, erklärte er. Hier sei die Zukunft der Fahrwegtechnik quasi „zum Anfassen“ nah.

Die in Münster ausgestellten Bahnbaumaschinen werden in alle Welt exportiert. Doch auch in Deutschland sind Geräte, die Schienen und Gleise bauen und instand setzen, gefragt. „Es ist noch nie so viel Geld in das System Schiene geflossen, es sind auch noch nie zuvor so viele Fahrgäste mit der Bahn gefahren“, stellte Mainka fest.

Die iaf öffnet an allen drei Messetagen von 9 bis 18 Uhr. Die Messe wendet sich an ein Fachpublikum, doch auch alle Eisenbahnfreunde können sie besuchen. Eine Registrierung ist vor Ort für 15 Euro möglich. Nähere Informationen unter www.iaf-messe.com.