Wie geht es weiter am Hauptbahnhof?

Ab Samstag, 24. Juni, ist das Bahnhofsgebäude von der Innenstadt aus wieder direkt erreichbar. Der Umweg über den Hamburger Tunnel oder die Wolbecker Straße entfällt, der Weg zu den Bussen wird kürzer. Nachdem der Bauzaun mit Eröffnung des neuen Empfangsgebäudes gefallen sein wird, kann die Stadtverwaltung nahtlos mit den Rück- und Umbauarbeiten im unmittelbaren Bahnhofsumfeld starten.

Schon Anfang Juli, also etwa eine Woche nach der Eröffnung, werden die Taxen die neue Vorfahrt auf der Bahnhofs-Westseite nutzen können. Hier muss die Stadt noch Provisorien aus der Bauphase des Bahnhofs beseitigen, zum Beispiel den zusätzlichen Fußgängerüberweg mit Ampel in Höhe der Radstation. Auch die Ausfahrt vom Bahnhofsvorplatz in die Bahnhofstraße muss wieder eingerichtet werden. Sie war in der Bauphase zugunsten der Fußgänger und Radfahrer entfallen.

Den kompletten Vorplatz zeitgleich mit der Eröffnung freizugeben, ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. “Die Arbeiten können erst beginnen, wenn Fußgänger nicht beeinträchtigt werden. Das ist ab Samstag der Fall, wenn Passanten wieder durch den Bahnhof gehen können. Dann ist der Hamburger Tunnel weniger belastet und die Rückbauten können gefahrlos erfolgen”, erläutert Stadtbaurat Robin Denstorff.

Für die Rückbau-Arbeiten rechnet die Stadt mit etwa einer Woche bis zehn Tagen. Anschließend stehen die Taxen wieder auf der Westseite. Mit einer Änderung: Die Warte- und Nachrückspur in der “kleinen” Bahnhofstraße entfällt, alle Taxen stehen künftig unmittelbar vor dem Bahnhof. Die Stellplätze wurden auf Wunsch der Taxenzentrale auf knapp 30 erhöht. Ergänzend werden bis zum Baubeginn auf der Bahnhofs-Ostseite ebenfalls Taxen stehen.

Privat-Pkws können den Vorplatz auf der Westseite nicht mehr anfahren. Das hat der Rat bereits im Jahr 2015 beschlossen. Schilder werden darauf hinweisen, dass die Vorfahrt den Taxen vorbehalten ist. Für Menschen mit Behinderungen wird die Stadt zwei Stellplätze bei der Taxenvorfahrt einrichten.

Privat-Pkws können auf die Parkhäuser zu beiden Seiten des Bahnhofs ausweichen. Ein kurzer Stopp in der “kleinen” Bahnhofstraße wird aber weiter möglich sein. Wie vom Rat beschlossen, erfolgt die Vorfahrt von privaten Fahrzeugen künftig ausschließlich auf der Ostseite. Vorerst gibt es dafür ein Provisorium, nach Abschluss der Bebauung auf der Ostseite kann die endgültige Pkw-Vorfahrt hergestellt werden.

Für Fahrradfahrer ergeben sich ebenfalls Neuerungen. n der “kleinen” Bahnhofstraße, vor der Radstation und im Hamburger Tunnel installiert die Stadt parallel zum Baustellen-Rückbau doppelstöckige Fahrradständer. Damit werden die kostenfreien Abstellplätze beim Bahnhof deutlich erhöht. Die Fahrradständer können aufgestellt werden, wenn die Passanten wieder durch den Bahnhof gehen und der Hamburger Tunnel und dessen Umfeld weniger frequentiert sind.

“Durch den Neubau des Empfangsgebäudes sind Fahrradstellplätze verloren gegangen. Außerdem können wegen der Rettungswege vor dem Bahnhof künftig keine Räder abgestellt werden. Deshalb schaffen wir als Ausgleich neue und zusätzliche Kapazitäten. Besonders attraktiv werden die Stellplätze im Hamburger Tunnel – mit Regenschutz und gänzlich kostenfrei“, so Stadtbaurat Denstorff.

Der Bahnhofsvorplatz zwischen den beiden Eingängen wird vorerst provisorisch hergerichtet. Zusammen mit der endgültigen Gestaltung werden auch die Busspur und das Straßengrün neu angelegt. Dafür sind umfangreichere Arbeiten erforderlich.